Pep Guardiola wäre beinahe gar nicht beim FC Bayern gelandet. Der Coach von Manchester City nennt einen trifftigen Grund, warum er zweifelte.

von Sportinformationsdienst

Pep Guardiola (47) und Bayern München - diese erfolgreiche Beziehung wäre beinahe an der Sprachbarriere gescheitert, noch ehe sie 2013 begonnen hatte.

Er habe während seiner Auszeit in New York drei, vier Stunden täglich Deutsch gebüffelt, erzählte Guardiola der britischen Rundfunkanstalt BBC, "es ist so kompliziert zu lernen. Nach zwei Monaten dachte ich: Ich werde anrufen und meinen Vertrag auflösen lassen".

Deutsch sei "sogar für deutsche Kinder" schwierig zu erlernen, sagte Guardiola in dem ausführlichen Interview, in dem er Songs auswählte, die für Schlüsselmomente seines Lebens stehen: "Können Sie sich vorstellen, wie es für einen 41 Jahre alten Mann ist?"

Guardiola drei Jahre beim FC Bayern

Doch der heutige Teammanager des englischen Meisters Manchester City biss sich durch und erfüllte seinen Dreijahresvertrag. "Ich bin stur." Mit den Bayern gewann Guardiola dreimal die deutsche Meisterschaft und zweimal den DFB-Pokal.

In der Champions League scheiterte er dreimal im Halbfinale an spanischen Klubs.

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Guardiola "für immer ein Mancunian"

Heute steht der Spanier bei Manchester City an der Seitenlinie und fühlt sich dort sichtlich wohl. Für den 47-Jährigen sei es unvorstellbar, einen anderen englischen Klub zu trainieren, "da er die Liebe der Leute hier spüre. Ich werde für den Rest meines Lebens ein Mancunian (in Manchester lebende Person, Anm. d. Red.) sein", sagte er.

Die Begeisterung der Fans bleibt auch weiterhin seine Intention. Zwar seien Statistiken und Zahlen nett, aber was wirklich zählt, sei die Leidenschaft. "Ich denke, alle Trainer sind glücklich mit ihren alten Spielern, wenn man lachen und sich umarmen kann und eine gute Beziehung hat. Jeder liebt es geliebt zu werden, es ist das Geheimnis unseres Lebens."

Frau und Tochter bei Konzert-Anschlag

Seit August wird Guardiolas Beziehung zu Manchester von dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert geprägt, den seine Frau und Tochter miterleben mussten. 22 Menschen kamen dabei ums Leben.

Guardiola selbst war während der Explosion mit seinem Sohn zu Hause, als ihn ein Anruf seiner Frau ereilte.

"Sie sagte mir, dass etwas passiert ist und sie rennen. Dann wurde die Verbindung unterbrochen." Der City-Coach fuhr direkt zum Stadion, wenige Minuten später rief seine Frau erneut an und teilte ihm mit, dass sie unversehrt nach draußen gekommen seien. "Viele Menschen haben gelitten, wir hatten Glück."