Wunderkind Phil Foden wartet noch auf den Durchbruch bei den Citizens © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images

München - Er gilt als Wunderkind und ist in Manchester in aller Munde. Trotzdem lässt Pep Guardiola seinen Schützling Phil Foden vorzugsweise auf der Bank Platz nehmen. Wie lange noch?

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"Ihr seid die glücklichen Menschen, die das erste Spiel dieses Jungen für die erste Mannschaft von Manchester City erleben durften. Es ist lange her, dass ich so etwas gesehen habe. Ich habe keine Worte, um das zu beschreiben. Seine Leistung war auf einem anderen Level".

Es war der 23.07.2017, als Pep Guardiola nach einem Testspiel gegen Manchester United derart ins Schwärmen geriet. Adressat seiner Lobeshymne: Phil Foden. Engländer, damals 17 Jahre alt - und Mittelfeldspieler. Für die hat Guardiola ein besonderes Faible.

Etwas mehr als ein Jahr später wartet Foden noch immer auf den ganz großen Durchbruch, ist aber mehr denn je in aller Munde. Die Fans der Citizens werden ungeduldig.

Sie fordern in den sozialen Netzwerken vehement Einsatzminuten für den heute 18 Jahre alten zentralen Mittelfeldspieler, der zwar in jedem Spiel zum Kader von Pep Guardiola zählt, bislang aber lediglich acht Minuten zum Einsatz kam.

Guardiola fühlt sich schuldig

"Ich fühle mich schuldig. Er verdient es, zu spielen. Das Problem war die Verletzung von Sergio Agüero, wir wollten kein Risiko eingehen", entschuldigte sich Guardiola nahe der Verzweiflung, nachdem er seinen Youngster beim souveränen 3:0-Erfolg gegen Fulham erneut auf der Bank hatte schmoren lassen.

"Phil Foden wird eine Menge Spiele in dieser Saison machen. Ich fühle es. Ich mag ihn sehr. Immer wenn er spielt, spielt er so gut. Er wird seine Minuten bekommen", versuchte der Katalane die Anhänger zu beruhigen.

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Foden: City-Eigengewächs mit großem Potenzial

Die Fans lechzen danach, die große Verheißung des englischen Fußballs im himmelblauen Trikot in Aktion zu sehen. Foden ist einer von ihnen.

Geboren in Stockport, zehn Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Manchester, wechselt er im Alter von acht Jahren von den Reddish Vulcans zu Manchester City und entwickelt sich dem wohl vielversprechendsten Spieler des Landes. 

Bei der U17-WM 2017 führte er England zum Titel, traf beim 5:2 im Finale gegen Spanien zwei Mal und bekam den Goldenen Ball für den besten Spieler des Turniers

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Guardiola macht Foden Hoffnung

Dortmunds Jadon Sancho gehörte damals sowohl im Nationalteam als auch beim Klub zu seinen Teamkollegen. Doch während Sancho den Weg in die Bundesliga wählte, hofft Foden weiter auf den Durchbruch bei seinem Herzensklub. Glaubt man seinem Trainer, ist diese Hoffnung nicht ganz unbegründet.

"Er ist ein City-Spieler, er ist in der Academy groß geworden, er liebt den Klub, er ist ein City-Fan und ein Geschenk für uns", schwärmt Guardiola. 

Am Samstag empfängt sein Team Cardiff City, den sieglosen Siebzehnten der Tabelle. Die passende Gelegenheit für ein sehnlichst herbeigesehntes Startelf-Präsent?