Arsene Wenger trainierte 22 Jahre lang die Gunners
Arsene Wenger trainierte 22 Jahre lang die Gunners © Getty Images

Nach 22 Jahren hörte Arsene Wenger in der vergangenen Saison als Trainer beim FC Arsenal auf. Nun bereut er es, so lange bei einem Verein geblieben zu sein.

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Arsene Wenger hat nach der vergangenen Saison nach 22 Jahren Amtszeit beim FC Arsenal aufgehört. Nun bereut es der 68-Jährige, nicht früher gegangen zu sein und so viel für seinen Job geopfert zu haben.

In einem Interview mit dem englischen Radiosender RTL sagte Wenger, dass es wohl besser gewesen wäre, früher eine neue Herausforderung zu suchen.

22 Jahre lang trainierte er die Gunners. Damit ist er der treuste Trainer Europas.

Kein anderer Coach zeigte sich länger für ein Team verantwortlich als er. Ab dieser Saison übernimmt der ehemalige PSG-Trainer Unai Emery die Londoner.

Wenger musste viele Opfer bringen

Auf die Frage, was der größte Fehler seiner Karriere gewesen sei, antwortete er: "Vielleicht 22 Jahre bei dem selben Klub geblieben zu sein. Ich bin jemand, der Neues mag. Der Veränderungen mag. Aber ich mag auch Herausforderungen. Ich war jedes Mal ein wenig gefangen in meinen Aufgaben."

Das härteste an seinem Trainerjob seien all die Opfer gewesen, die er dafür bringen musste. "Ich bereue es, alles geopfert zu haben, weil ich dadurch viele Menschen verletzt habe. Ich habe viele Menschen vernachlässigt. Ich habe meine Familie vernachlässigt und viele Menschen, die mir nahe stehen", sagte Wenger rückblickend.

"Es ist ein Job, der dich nie loslässt"

Weiter erklärte er: "Du wachst um drei Uhr in der Nacht auf und fragst dich 'Soll ich den oder den spielen lassen. Ist dieser Weg der beste oder dieser, um das Spiel zu gewinnen?'. Es ist ein Job, der dich nie loslässt."

Wenger fügte hinzu, dass er sich nun entscheiden müsse, was er in der Zukunft machen möchte und es noch zwei bis drei Monate dauern könnte, bis er das herausgefunden habe.

Nach seinem Abgang bei Arsenal, hatte er erklärt, dass er bereits einige Jobangebote habe. Bei der Weltmeisterschaft in Russland arbeitete er als TV-Experte. Ob er wieder als Trainer, oder in einer anderen Rolle auf die Fußballbühne zurückkehrt ließ er offen.