Jose Mourinho steht mit Manchester United in der K.o.-Phase der Champions League
Jose Mourinho steht mit Manchester United in der K.o.-Phase der Champions League © Getty Images

Manchester und München - Der Derby-Zoff zwischen United und City beschäftigt England noch Tage später. Jose Mourinho hat von dem Thema jedoch genug - und macht das mehr als deutlich.

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Der Kabinenzoff nach dem emotionalen Derby zwischen Manchester United und Manchester City zieht weiter seine Kreise.

Vor dem Heimspiel gegen AFC Bournemouth (ab 21 Uhr im LIVETICKER) sorgten die Nachwehen der Vorfälle im Old Trafford am vergangenen Sonntag dafür, dass Jose Mourinho die Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Tabellen-14. vorzeitig abbrach.

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Mourinho bemängelt Verhalten von ManCity

Was war passiert?

Noch einmal darauf angesprochen, was ihn an ManCitys Siegesfeier nach dem 2:1-Sieg im Derby so gestört hatte, erklärte Mourinho zunächst, es sei eine Frage "des Verhaltens und der Erziehung" gewesen.

"Wie wir uns im Stadion von Arsenal verhalten haben, war einfach etwas komplett anderes", erinnerte Mourinho an Uniteds 3:1-Erfolg Anfang Dezember in London: "Wir haben uns dort nach unserem Sieg wie faire Gewinner verhalten."

City-Coach Pep Guardiola hatte am Dienstag erklärt, er habe seine Spieler "aufgefordert, das Ergebnis zu feiern. Ich war es, der sie ermuntert hat, diesen Moment zu zelebrieren - aber nur in der Kabine." Er habe das Verhalten seiner Spieler daher auch nicht als übertrieben empfunden.

Strafe für Lukaku? Mourinho kontert

Ähnliches sagte Mourinho über seine Schützlinge - und so brachte ihn die Frage, ob er nach den Vorkommnissen in den Katakomben des Old Trafford Strafen gegen United durch die FA erwarte, merklich in Rage.

"Warum? Ich habe fast das Gefühl, als würden sie für einen anderen Verein und nicht für die Presse arbeiten", konterte Mourinho.

Unter anderem soll United-Stürmer Romelu Lukaku im Verlauf der Auseinandersetzung eine Wasserflasche geworfen haben.

"Wissen Sie: beschuldigen, untersuchen, Beweise vorlegen - dann kann man ihn bestrafen", erwiderte Mourinho auf Gerüchte, dem Belgier drohe eine Sperre.

"Kein Respekt" für Bournemouth

Er wisse ganz sicher, dass seine Spieler sich korrekt verhalten hätten. "Ich bin nicht nur davon überzeugt, ich weiß es", betonte Mourinho - ehe er unvermittelt aufstand, das Podest verließ und sich Richtung Ausgangstür begab.

Einige Spitzen gegen die anwesenden Journalisten konnte sich der United-Coach jedoch auf dem Weg nach draußen nicht verkneifen.

"Ihr mögt Bournemouth nicht, oder? Ihr zeigt keinen Respekt für sie", motzte Mourinho angesichts der Tatsache, dass keine Fragen zum kommenden Gegner gestellt worden waren.

"Ihr glaubt wohl nicht, dass sie als Team in der Lage sind, ins Old Trafford zu kommen und gut zu spielen. Kein Respekt für Eddie Howe (Bournemouth-Trainer, Anm. d. Red.). Kein Respekt für ihre Spieler", meinte Mourinho - und verschwand endgültig.

Mehr Zeit für Stellungnahme der Klubs  

Unterdessen hat der englische Fußball-Verband FA beiden Teams mehr Zeit für eine Stellungnahme eingeräumt. Die Rivalen müssen sich nun bis Freitag (19.00 Uhr MEZ) zu den Vorkommnissen äußern, ursprünglich wäre die Frist am Mittwoch abgelaufen

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