Der TV-Rechteinhaber der Ligue 1 will seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen
Der TV-Rechteinhaber der Ligue 1 will seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen © Imago
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Mediapro, der TV-Rechteinhaber der Ligue 1, will seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Vielen Klubs droht deswegen die Pleite.

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Das spanische Unternehmen Mediapro, der TV-Rechteinhaber der Ligue 1, will seinen Zahlungsverpflichtungen nicht weiter nachkommen. Der Grund dafür: die Coronapandemie. 

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"Wir wollen den Vertrag für die Saison noch einmal besprechen. Die Saison ist stark von COVID-19 betroffen. Wir stellen das Projekt nicht infrage, aber die Bars und Restaurants sind geschlossen, die Werbung ist zusammengebrochen", sagte Jaume Roures, der Geschäftsführer von Mediapro, in der L'Equipe

Nachdem die spanische Firma, die im Besitz chinesischer Fonds ist, wie abgemacht die erste Rate an die Liga überwiesen hatte, wurde die zweite in Höhe von 172 Millionen Euro, fällig am 5.Oktober, ausgesetzt.

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TV-Einnahmen für Klubs überlebensfähig

Einen Zahlungsaufschub verweigerte der französische Ligaverband LFP bislangEine Verteilung der TV-Gelder an die Klubs sollte eigentlich am 17. Oktober stattfinden, doch Roures besteht auf Neuverhandlungen. 

2018 hatte Mediapro den Kampf um die Rechte für die Jahre 2020 bis 2024 gewonnen und mit dem Pay-TV-Sender Telefoot einen neuen Rekord-TV-Vertrag geschnürt, der eine jährliche Zahlung von insgesamt 780 Millionen Euro für die Ligue 1 und 34 Millionen für die Ligue 2 zusicherte.

Wenn jetzt kein Geld fließt, wäre das für die durch Corona ohnehin angeschlagenen Klubs eine Katastrophe. Denn durch den Abbruch der Liga im März diesen Jahres sind bereits 25 Prozent der Einnahmen weggebrochen. 

Die Klubs befürchten nun, ihren Spielern nach dem 17. Oktober die Gehälter nicht mehr zahlen zu können. 

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LFP will Kredit aufnehmen 

"Es ist offensichtlich, dass wir am 17. Oktober noch keine Einigung erzielt haben werden, aber wir können Lösungen für die Klubs finden",  ergänzte Roures in der L'Equipe.

Der französische Ligaverband denkt nun sogar darüber nach, einen Kredit aufzunehmen, um die Gelder ausschütten zu können. Allerdings hatte der Verband Anfang des Jahres schon ein Darlehen in Höhe von 224 Millionen Euro aufgenommen, um die Folgen des Saisonabbruchs zu kompensieren. 

LFP-Präsident Vincent Labrune stellte infrage, ob Mediapro überhaupt seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen kann.