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Neymar steht erstmals bei Paris Saint-Germain in der Startelf. Die Fans empfangen den Superstar mit wütenden Aktionen - er trifft aber zum Sieg gegen Racing Straßburg.

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Die PSG-Fans haben Neymar ein "unvergessliches" Comeback beschert. Beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen Racing Straßburg erlebte er ein wahres Wechselbad der Gefühle.

Der 27-jährige Brasilianer stand erstmals wieder in der Anfangsformation. Die Reaktionen der Fans fielen aber deutlich aus. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

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Bei seiner Vorstellung gab es Pfiffe und Buhrufe und die Ultras hingen ein Banner auf, wo sie Neymars Vater aufforderten, seinen Sohn im Rio-Stadtteil "Vila Mimosa" (Anm. d. Red.: bekannt für Prostituition) zu verkaufen.

Außerdem beleidigten sie den Superstar während der Partie mit Schmähgesängen und bei jedem Ballkontakt wurde er ausgepfiffen.

Neymar reagiert auf Beleidigungen

Nach der Partie äußerte sich Neymar in der Mixed-Zone: "Jeder weiß, dass ich gehen wollte. Ich sagte es und wiederholte es. Ich möchte nicht in die Details gehen. Nun hat sich das Blatt gewendet. Ich bin ein PSG-Spieler und gebe nun alles auf dem Feld." Der 27-Jährige ergänzte: "Von nun an weiß ich, dass jedes Spiel, das ich spiele wie ein Auswärtsspiel für mich sein wird."

Angesprochen auf die Buhrufe sagte er: "Ich habe keine Nachricht für die Fans. Ich verstehe sie. Wenn sie mich ausbuhen wollen, können sie das machen. Aber sie dürfen sich nicht auf mich fokussieren. Wir sind ein Team."

Matchwinner in letzer Minute

Doch am Ende war der Superstar der Matchwinner Es lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, als Abdou Diallo in der Pariser Schlussoffensive von links einen Ball in den Strafraum flankte.

Neymar lauerte am Elfmeterpunkt mit dem Rücken zum Tor und drosch den Ball per Fallrückzieher zum 1:0 und zum Sieg in die Maschen. Sein Jubel kannte keine Grenzen.

Und für einen kurzen Augenblick waren alle bösen Gefühle vergessen, denn auch die PSG-Fans bejubelten das Tor des Brasilianers - wenn auch nur für einen kurzen Moment.

Frenetischer Jubel bei Icardi-Einwechslung

Ganz anders die Reaktion, als Neuzugang Mauro Icardi eingewechselt wurde, ihn feierte der Pariser Anhang mit Standing Ovations und "Icardi"-Rufen.

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Neymar hatte sein letztes Pflichtspiel am 11. Mai für Paris absolviert. Danach hatte der Brasilianer nur noch mit seiner Verletzung, Vergewaltigungsvorwürfen und seinen Wechselabsichten für Schlagzeilen gesorgt.

Ein Transfer im Sommer 2019 zum FC Barcelona scheiterte aber letztlich. (Ergebnisse und Spielplan der Ligue 1)

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Zuletzt kam Neymar in den Länderspielen gegen Kolumbien (2:2) und Peru (0:1) wieder zum Einsatz. Gegen Kolumbien traf er sogar zum Endstand. (Tabelle der Ligue 1)

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Das Team von Trainer Thomas Tuchel steht nach fünf Spieltagen mit zwölf Punkten an der Spitze. Am Dienstag empfängt PSG zum Auftakt der Champions League Real Madrid (ab 21.00 Uhr im LIVETICKER).

Ob dann die Verletzten wieder dabei sind, ist fraglich. Gegen Racing fehlten neben den beiden Offensiv-Stars Kylian Mbappe (Oberschenkel) und Edinson Cavani (Hüfte) auch die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer.