Dmitri Rybolowlew (l.) und Fürst Albert II. auf der Tribüne des AS Monaco © Imago

München - AS Monacos Präsident Dmitri Rybolowlew steht wegen Korruption unter Anklage. Fürst Albert II. äußert sich skeptisch zu einer Rückkehr Rybolowlews nach Monaco.

von SPORT1

Seit einigen Tagen stehen die Aktivitäten des AS Monaco unter besonderer Beobachtung. Im Zuge der Veröffentlichungen von Football Leaks hat der französische Fußball-Verband FFF eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Grund sollen illegale Handgelder bei der Verpflichtung von Jugendspielern sein.

Dies ist aber nur ein weiterer Skandal. Vor kurzem wurde AS-Präsident Dmitri Rybolowlew in Monaco wegen Korruption und Bestechung von Polizei und Justiz im Fürstentum festgenommen. Mittlerweile ist der russische Oligarch wieder in seine Heimat zurückgekehrt.

Ob es zu einer Rückkehr kommt, ist fraglich. Fürst Albert II. distanzierte sich nun in einem Interview von Rybolowlew. "Wir müssen nun die Justiz ihre Arbeit zu Ende führen lassen. Sollte sich alles bewahrheiten, dann glaube ich, wird er sich selber zurückziehen."

Monaco-Spiele zu Treffen genutzt

Rybolowlew hat wohl auch gezielt seine Funktion als Präsident des AS Monacos genutzt, um sich Vorteile zu verschaffen. So standen bereits im Juli 2013 zahlreiche Regierungsvertreter auf der Liste für Stadiontickets. Der monegassische Premier flog im Mai 2016 zu einem Auswärtsspiel des AS Monaco im Privatjet des Hauptsponsors.

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Fürst Albert II. erklärte das Verhalten der monegassischen Verwaltung kurz und knapp mit "Naivität".

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