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Der FC Barcelona äußert sich ausführlich zur gescheiterten Super League. Der La-Liga-Klub verteidigt das Projekt - und hält eine Idee wie diese weiter für nötig.

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Nach langem Schweigen hat sich am Donnerstag endlich auch der FC Barcelona zur Super League zu Wort gemeldet.

Der spanische Klub machte dabei klar, dass er die grundsätzliche Idee einer Super League für richtig und nötig hält. (Analyse: So viel Super League steckt in der Champions League)

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"Der FC Barcelona teilt die Ansicht der meisten großen europäischen Fußballvereine - und vor allem angesichts des aktuellen sozioökonomischen Klimas -, dass Strukturreformen erforderlich sind, um die finanzielle Nachhaltigkeit und Durchführbarkeit des Weltfußballs durch die Verbesserung des angebotenen Produkts zu gewährleisten ...", schreibt Barca auf seiner Homepage.

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Barcelona: Nicht-Teilnahme ein "historischer Fehler"

In dem restlichen Schreiben verteidigt der Klub um Superstar Lionel Messi die Entscheidung, der Super League beizutreten. Es wäre demnach ein "historischer Fehler gewesen, die Möglichkeit auszulassen, als eines der Gründungsmitglieder Teil dieses Projekts zu sein."

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Aufgrund der öffentlichen Reaktion halte der FC Barcelona es jedoch für nötig, die Gründe für diese starke Ablehnung zu erforschen. "Eine solche eingehende Analyse erfordert Zeit und die notwendige Gelassenheit, um vorschnelle Maßnahmen zu vermeiden", heißt es in dem Statement weiter.

Nach dieser Analyse sollen die Mitglieder final darüber entscheiden, ob Barca weiterhin Teil der Super League bleibt: "In jedem Fall behält sich der FC Barcelona als ein Verein, der immer jedem einzelnen seiner Mitglieder gehörte und weiter wird, ausdrücklich das Recht vor, eine solch wichtige Entscheidung nach sorgfältiger und sehr notwendiger Prüfung des Vorschlags der endgültigen Zustimmung seiner zuständigen gesellschaftlichen Gremien zu unterziehen."

Barca-Präsident Laporta hält Super League für nötig

Kurz zuvor hatte bereits Barcelonas Präsident Joan Laporta die umstrittenen Super League trotz des krachenden Scheiterns des Projekts verteidigt und bei TV3 über das Festhalten an den Plänen gesprochen. (SPORT1-Kommentar zur Super League)

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"Es muss ein attraktiver Wettbewerb sein, der auf den sportlichen Leistungen basiert. Wir sind Befürworter der nationalen Ligen und wir sind offen für einen offenen Dialog mit der UEFA", sagte Laporta: "Wir brauchen mehr Ressourcen, um es zu einem großen Spektakel zu machen. Ich glaube, es wird eine Einigung geben."

Barca sieht sich rechtlich auf der richtigen Seite

Wie zuvor Real-Boss Florentino Pérez betonte auch Barca, dass ein Gericht bereits auf Anfrage den nötigen Rechtsschutz bestätigt habe und die Gründungsmitglieder nicht einfach so einen Rückzieher machen können.

"Bislang hat niemand die Super League verlassen, weil niemand die Strafe dafür gezahlt hat", erklärte bereits Pérez.

Als Reaktion auf den europaweiten Protest hatten neun der zwölf Gründungsmitglieder ihren Ausstieg nur verkündet. Neben Barca sind nur noch Real Madrid sowie Juventus Turin an Bord. Der italienische Klub teilte bisher lediglich mit, dass das Projekt momentan nicht zu realisieren sei.