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München - Sergio Ramos befindet sich im Vertragspoker mit Real Madrid. Nun äußert er sich zum Stand. Zudem verrät Ramos seine Zukunftspläne und seine Rekord-Träume.

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Muss Real Madrid ab Sommer ohne Sergio Ramos planen?

Der Vertrag des Verteidigers läuft dann aus. Eine Einigung gibt es trotz monatelanger Verhandlungen immer noch nicht. 

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"Ich habe keine Neuigkeiten, alles ist unverändert. Ich würde gerne etwas sagen. Ich garantiere, dass ich der Erste bin, der Neuigkeiten kommunizieren wird, wenn es welche gibt. Unruhiger als ich ist niemand", erklärte der Kapitän am Donnerstagabend im Rahmen einer Pressekonferenz der im April erscheinenden zweiten Staffel seiner Amazon-Dokumentation mit. 

Der Knackpunkt der Verhandlungen sollen die Gehaltsvorstellungen sein. Ramos soll laut Marca einen Vertrag über zwei weitere Jahre zu unveränderten Bezügen fordern. Das will Real nicht zahlen und bietet einen Einjahresvertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr für weniger Gehalt an. (Tabelle von La Liga)

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Hat Ramos bei Real ein Ultimatum?

Laut der Marca haben die Real-Bosse ein Ultimatum bis Ende März gestellt. 

Ramos beschäftigt sich jedenfalls mit einem Abschied von den Königlichen.

Der aktuell verletzte Defensivmann sagte in einem Gespräch mit dem spanischen Twitch-Streamer Ibai Llanos: "Vor allem würde ich gerne mit einem ruhigen Gewissen Abschied nehmen, dass ich für den Klub alles gegeben habe - vom Anfang bis zum Ende, das heute, morgen oder in fünf Jahren kommt. Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass es noch lange bis dahin ist. Letzten Endes liegt es nicht nur an dir selbst, aber natürlich würde ich gerne durch das große Tor Abschied nehmen. Ich denke, das verdiene ich." (Ergebnisse von La Liga)

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Der 34 Jahre alte Spanier wird immer wieder mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht. 

In einem Punkt beruhigt der Innenverteidiger die Real-Fans jedoch. Er würde niemals für den Erzrivalen Barca spielen. "Für kein Geld der Welt, auch nicht für 50 Millionen Euro als Gehalt. Es gibt Dinge im Leben, die mit Geld nicht zu kaufen sind. Genauso wie Andrés Iniesta, Piqué, Xavi und auch Messi nie für Real Madrid gespielt hätten und spielen würden, war und ist es bei Raúl, Sergio Ramos und Iker Casillas bei Barça nicht möglich. Wir sind ein Teil des Wappens, das wäre unmöglich." 

Ramos verriet aber, dass er sich dennoch über den Transfer eines Barca-Stars gefreut hätte. "Messi hätte ich zu 100 Prozent erfreut aufgenommen. Wir mussten unter Leo schon ziemlich leiden."

Ramos hätte Ronaldo "nicht abgegeben"

Der Real-Kapitän erklärte in dem Gespräch auch, dass er mit der Transferpolitik von seinem Klub in den vergangenen Jahren nicht einverstanden ist. (Das rät Ramos Real bei Haaland)

Vor allem der Abgang von Cristiano Ronaldo im Sommer 2018 zu Juventus Turin schmerzt Ramos. "Ich hätte ihn nicht gehen lassen, denn Cris ist einer der besten Spieler der Welt und mit ihm wären wir Erfolgen ein wenig näher gekommen. Ohne Zweifel. Er ist immer entscheidend und hilft dir dabei, erfolgreich zu sein." (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Ähnlich wie Ronaldo, der mit 36 Jahren noch lange nicht an ein Karriereende denkt, will auch Ramos sehr lange spielen. (Alles zu La Liga)

So hat der 178-malige Nationalspieler einen besonderen Traum. 

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"Mit meinen 34 Jahre bin ich heute das, was vor zehn Jahren ein 28-Jähriger war. Mit Blick auf die nächsten Jahre halte ich mentale Probleme für wahrscheinlicher als körperliche. Vor einiger Zeit haben die Spieler mit 30, 33 aufgehört. Meine Mentalität macht in meinem Alltag den Unterschied aus und mit meiner körperlichen Verfassung kann ich noch drei, vier Jahre Leistung zeigen."

Ramos will einen WM-Rekord

Ramos möchte sogar noch einen Rekord brechen! 

"Wenn der Kopf mitmacht, könnte ich sogar noch bei der Weltmeisterschaft in Mexiko, USA und Kanada (2026; Anm. d. Red.) mitmachen. Ich wäre der einzige Spieler in der Geschichte mit sechs WM-Teilnahmen! Die WM in Katar würde meine fünfte sein. Ich spreche hier einfach von Gefühlen, die ich im Moment habe."