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Der Mega-Vertrag von Lionel Messi hat auch die Steuerdiskussion in Spaniens Fußball befeuert. Ligachef Javier Tebas befürchtet eine massenhafte Abwanderung der Talente.

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Der durch die spanische Zeitung El Mundo veröffentlichte aberwitzige Vertrag von Lionel Messi beherrscht in den spanischen Medien auch zwei Tage danach noch die Schlagzeilen. (Kommentar: Messi ist das Geld nicht wert)

Nun äußerte sich der spanische Ligapräsident Javier Tebas zu den Konsequenzen, die sich daraus ergeben - und er befürchtet schlimme Folgen für die Liga.

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"Wir werden einen Exodus von Talenten in andere Länder haben", schrieb Tebas auf Twitter. "Die Liga wird Spieler verlieren, die dazu beitragen, 1,37 Prozent des Bruttoinlandproduktes des Landes und mehr als 180.000 Arbeitsplätze zu schaffen."

Knapp die Hälfte geht an die Steuerbehörde

Tebas kritisiert seit langem Spaniens Steuerauflagen für Profifußballer und drängt darauf, dass die spanische Regierung einige ihrer Steuervorschriften ändert, weil sie einige Spieler abschrecken könnten. In Italien und Frankreich würden weit weniger strenge Steuerregeln gelten als in Spanien.

Im konkreten Fall bedeutet dies für Messi, dass er etwa 270 Millionen Euro an Steuern für seinen Vertrag zahlen muss - knapp die Hälfte seines Wertes. Würde der argentinische Superstar in der italienischen Serie A spielen, würden nur nur etwa 135 Millionen Euro an die Steuerbehörden fließen.

Details zu Messis 555-Millionen-Euro-Vertrag über vier Spielzeiten waren am vergangenen Sonntag veröffentlicht worden, woraufhin Barca mit einer Ankündigung einer Klage gegen El Mundo reagierte.

Die Zeitung ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und legte zwei Tage später mit der Veröffentlichung eines gigantischen Bonus für den 33-Jährigen nach.