Lesedauer: 2 Minuten

München - Die angeblichen Bezüge von Lionel Messi beim FC Barcelona seit 2017 sind wahnwitzig. SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk hat dazu eine klare Meinung.

Anzeige

Keine Ahnung, was Ihr so am Tag verdient. Bei Lionel Messi sind die Zahlen übers Wochenende publik geworden.

Angeblich 210.000 Euro netto hat der Weltstar des FC Barcelona täglich seit 2017 kassiert. In Summe, alles brutto: 555.237.619 Euro.

Anzeige

Vielleicht ist die Zahl in ihren Details etwas übertrieben addiert worden und deshalb nicht ganz korrekt. Aber selbst wenn es nur die Hälfte ist: Es ist schlicht zu viel Geld für einen Menschen, dessen Arbeit allein darin besteht, Menschenmassen mit reichlich Geschick am Ball zu erfreuen.

Messi zieht vermutlich nach Paris weiter

Der FC Barcelona steuert deshalb dem Abgrund entgegen und darf froh sein, wenn es am Ende nicht heißt: Game over!

Meistgelesene Artikel
  • Int. Fussball / La Liga
    1
    Int. Fussball / La Liga
    Rakitic schwärmt von MSN-Sturm
  • Fußball / Bundesliga
    2
    Fußball / Bundesliga
    Greift Bayern bei Camavinga zu?
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Flicks Appell für Salihamidzic
  • Fussball / Champions League
    4
    Fussball / Champions League
    Real-Ausschluss? Entscheidung fix
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Wollen S04-Stars nicht mehr spielen?

Lionel Messis Vertrag läuft am Saisonende aus, und er wird dann vermutlich bei Paris Saint-Germain ein Gehalt beziehen, das seinen Reichtum wachsen lässt.

Zurück bleibt ein Verein, der sich übernommen hat. Es ist nicht die Schuld von Lionel Messi, dass er das Geld genommen hat, das man ihm geboten und mit Steuertricks ermöglicht hat. Die Schuld liegt beim Verein und beim Verband.

Financial Fairplay ist eine Farce

Beim Verein, weil irgendwelche Entscheidungsträger ihren Erfolg und damit ihre Daseinsberechtigung erkaufen wollten. Beim Verband, weil noch immer keine Regularien die Auswüchse im internationalen Fußball stoppen und man dem Wildwuchs zuschauen kann.

Financial Fairplay ist eine Farce, wenn die einen über ihre Verhältnisse leben und investieren und damit die anderen verhöhnen, die Betriebswirtschaftslehre für keinen gemütlichen Kneipenbummel halten. Zum Beispiel die Bayern.

Fußball-Management könnte so einfach sein: Man darf nicht mehr ausgeben, als man hat, und das bisschen mehr, das man als Zukunftsinvest ausgeben will und leihen muss, ist innerhalb von drei bis fünf Jahren zurückzuzahlen.

Wer’s nicht tut, fliegt raus aus der Champions League und darf nicht noch das große Wort bei der Superleague-Debatte führen, um mit neuem Geld das alte Geld abzustottern. Für so viel Gerechtigkeit im Fußball bräuchten die UEFA-Leute Mumm. Haben sie aber nicht. Und schauen dem Treiben stumm zu.

Damit die Botschaft ankommt: Lionel Messi ist das Geld nicht wert.

ZU FEVER PIT'CH
Fever Pit'ch ist der tägliche Fußball-Newsletter von SPORT1-Chefredakteur Pit Gottschalk. Jeden Morgen um 6.10 Uhr bekommen Abonnenten den Kommentar zum Fußballthema des Tages und die Links zu den besten Fußballstorys in den deutschen Medien. Den kostenlosen Newsletter erhalten Sie hierhttp://newsletter.pitgottschalk.de