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Immer wieder kommen aus dem Umfeld von Antoine Griezmann Attacken in Richtung des Barca-Teamkollegen Lionel Messi. Nun bricht der Franzose sein Schweigen.

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Antoine Griezmann bricht sein Schweigen und klärt auf, wie sein Verhältnis zu Lionel Messi beim FC Barcelona wirklich ist.

In einem von der Marca veröffentlichten Interview mit Jorge Valdano in einer Folge von "Universo Valdano" äußerte sich der Stürmer zu den Anschuldigungen in Richtung Messi, die in den vergangenen Wochen aus Griezmanns Umfeld getätigt wurden. "Ich habe mich lange mit vielen Dingen abgefunden. Es reicht mir jetzt aber. Es ist ermüdend, jeden Morgen schlechte Nachrichten zu lesen", begründete der Weltmeister das Ende seines Schweigens zu dem Thema.

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Erst hatte sein ehemaliger Agent und Mentor Eric Olhats gesagt, Messi "führe ein Terror-Regime" bei Barca und "kontrolliert dort alles". Dann legte sein Onkel Emmanuel Lopez nach: "Bei Barca wird nicht hart genug gearbeitet und das Training wird so gestaltet, dass es Messi gefällt und er gut aussieht." Beide sprachen zudem von einem schlechten Verhältnis zwischen den beiden Spielern.

Griezmann bewundert Messi

Griezmann versuchte nun die Situation zu entschärfen. "Leo weiß, dass ich viel Respekt und Bewunderung für ihn habe. Ich hatte seit dem Tag meiner Heirat keine Beziehung mehr zu Eric", sagte der Franzose. "Ich habe ihn zur Hochzeit eingeladen, und er ist nicht gekommen. Und mein Onkel weiß nicht, wie Fußball funktioniert. Am Ende bekam der Journalist deshalb die Aussage aus ihm heraus. Ich sagte Leo, dass ich nie mit ihm spreche, ich habe nicht einmal die Telefonnummer meines Onkels."

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Seit Griezmanns Wechsel im Sommer 2019 für 120 Millionen Euro von Atlético Madrid zum FC Barcelona wird immer wieder über das angeblich unterkühlte Verhältnis zwischen den beiden Superstars gemutmaßt. 

In dem Gespräch mit Valdano gab Griezmann nun zu, dass Messi bereits vor der Ankunft des Neuzugangs im vergangenen Jahr sauer auf ihn war. Der Grund: Messi hatte bereits 2018 öffentlich darum gebeten, dass der Leistungsträger von Atlético wechseln soll, der Stürmer lehnte aber zunächst ab und sprach über die Situation damals in seinem eigenen Dokumentationsfilm "La Decisión", der im Sommer 2018 veröffentlicht wurde.  

Weltmeister verteidigt seine Formschwäche

"Ich habe bei meiner Ankunft in Barcelona mit Leo darüber gesprochen", sagte Griezmann. "Und er sagte mir, als ich die erste Chance auf einen Wechsel abgelehnt hatte, sei er wegen seines öffentlich geäußerten Wunsches geliefert gewesen. Aber er sagte mir, er stehe zu mir, und das merke ich jeden Tag."

Barcas historischer Fehlstart - wieder mit einem Niederländer

Der Franzose verriet, wieso er in der Doku über das erste Barca-Angebt gesprochen hatte: "Ich wollte zeigen, dass es sehr kompliziert ist, sich für die eine oder andere Mannschaft zu entscheiden. Nach dem Dokumentarfilm wurden meine Eltern wütend auf mich, weil sie mich in Barcelona sehen wollten."

Im zweiten Anlauf klappte der Wechsel des 29-Jährigen zu den Katalanen 2019 dann. An seine Topform kam der Angreifer dort aber bisher nie heran. In bisher 58 Partien erzielte er nur 17 Tore und gab fünf Vorlagen. Griezmann verteidigte sich bei "Universo Valdano" nun. 

"Ich akzeptiere die Kritik, weil ich weiß, dass wir nicht den besten Griezmann sehen", sagte der Franzose. "In anderthalb Jahren hatte ich aber drei Trainer. Das ist nicht einfach. Ich brauche Zeit, um mich an meine Kollegen zu gewöhnen und sie an mich. Außerdem sprechen die Präsidentschaftskandidaten auch über mich. Ich glaube nicht, dass es das Beste für mich ist, wenn sie darüber reden, ob ich ein guter Zugang war oder nicht."