Lionel Messi stand kurz vor einem Wechsel zum FC Chelsea
Lionel Messi stand kurz vor einem Wechsel zum FC Chelsea © Getty Images
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Lionel Messi stand im Sommer 2020 nicht zum ersten Mal kurz vor einem Wechsel. Schon einige Jahre zuvor dachte der Barca-Star ernsthaft an einen Abschied.

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Im turbulenten Transfersommer von 2020 war Lionel Messi einem Abschied vom FC Barcelona so nah wie noch nie - dachte man zumindest bisher. 

Denn nun kommt ans Licht, dass der Superstar aus Argentinien seiner großen Liebe wohl schon einmal beinahe den Rücken gekehrt hätte. Vor sechs Jahren, im Sommer 2014, stand der heute 33-Jährige unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Chelsea. 

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Dies behauptet der italienische Transfer-Experte Gianluca Di Marzio in seinem neuen Buch Grand Hotel Calciomercato, in dem er einige der größten Transfer-Geheimnisse der vergangenen Jahre preisgibt. Messi habe sich damals mündlich mit dem Trainer der Blues, einem gewissen José Mourinho, auf einen Wechsel geeinigt. 

"Mit Mourinho kann ich alles gewinnen"

Los ging demnach alles im Januar 2014. Messi war Spanien wegen einem Steuerhinterziehungsprozess leid und sah sich nach Alternativen zu dem Klub um, bei dem er bisher seine ganze Profi-Karriere absolviert hat. Hinter den Kulissen nahmen die beiden Parteien den Kontakt auf, Messi soll vor allem mit seinem ehemaligen Teamkameraden Deco über einen Sprung an die Stamford Bridge gesprochen haben. Dieser spielte bis 2010 bei Chelsea. 

Ausschlaggebend sei dann die Unterhaltung mit Mourinho, die per FaceTime stattfand, gewesen. Angeblich sagte Messi danach: "Mit Mourinho kann ich alles gewinnen, was ich will. Er ist ein Gewinner, schließt den Deal ab." 

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Chelsea hätte damals Messis Ausstiegsklausel in Höhe von 250 Millionen Euro berappen müssen, wäre dazu aber bereit gewesen. Auch ein jährliches Gehalt von 50 Millionen Euro war dem Buch zufolge abgenickt. In die Brüche ging der Deal dann aber, als sich Chelsea auch um Cesc Fàbregas vom FC Barcelona bemühte.

Daran scheiterte der Wechsel

Auch hier vermittelte zunächst Deco, der heute auch als Spielerberater tätig ist. Weil Mourinho diesen bei den Fàbregas-Gesprächen immer mehr ausgrenzte, wandte sich Deco an Lionel Messis Vater, Jorge.

Dieser wusste bis dahin nichts von dem Interesse Chelseas und fühlte sich ebenfalls übergangen. Letztlich war es Messi senior, der Barcas Superstar den Wechsel wieder ausredete. Trophäen gewann dieser bei Barca danach bekanntlich noch einige - Messi unter Mourinho in der Premier League wäre aber auch eine höchstinteressante Kombination gewesen. 

Übrigens: Laut Di Marzio trat 2013 auch Real Madrid an den Superstar heran. Messi soll aber jegliche Verhandlungen mit Barcelonas Erzrivalen kategorisch abgelehnt haben.