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München - Der Vater von Lionel Messi ist heute Morgen in Barcelona gelandet, um bei einem Treffen mit Präsident Josep Bartomeu über die Zukunft seines Sohnes zu sprechen.

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In den festgefahrenen Zwist zwischen dem FC Barcelona und dem wechselwilligen sechsmaligen Weltfußballer Lionel Messi kommt endlich Bewegung.

Jorge Messi, der Vater und Berater von Lionel Messi, ist am Mittwochmorgen in Barcelona gelandet, um im Laufe des Tages mit dem Barca-Präsidenten Josep Maria Bartomeu über die Zukunft seines Sohnes zu sprechen. Am Flughafen wurde der Argentinier von zahlreichen Medienvertretern empfangen.

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Auf Nachfrage der Journalisten sagte Jorge Messi bei der Ankunft in Barcelona nur: "Ich weiß nichts, Leute", bevor er zügig in ein Taxi in Richtung Innenstadt einstieg. Dort soll der Berater laut der Mundo deportivo vor einem Büro gesagt haben, dass er entgegen diverser Medienberichte nicht mit Pep Guardiola gesprochen hat.

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In einer renommierten Kanzlei traf sich Jorge Messi mit den Anwälten seines Sohnes, es ging um die Zukunft seines Filius. Denn Lionel, seit 20 Jahren im Klub, will nur noch weg. Das teilte er seinem Klub, bei dem er zum weltbesten Spieler reifte, deutlich mit. Der Vertrag möge doch bitte aufgelöst werden, das Kapitel scheint beendet.

Doch Barca weigert sich, pocht auf die festgeschriebene Ablösesumme von 700 Millionen Euro. Streitpunkt ist, ob die Klausel, die Messi zur Kündigung berechtigt, am 10. Juni abgelaufen ist - oder wegen der Coronakrise auch später noch Gültigkeit besaß. Es geht offenbar nur noch um die Abwicklung einer einst so untrennbar erscheinenden Beziehung. "Schwierig, schwierig", so schätzt Jorge Messi die Chancen auf eine Zukunft seines Sohnes in Blaugrana ein.

Wie dem auch sei, es werden zähe Verhandlungen erwartet. Während die Messi-Seite wohl weiter auf einen versöhnlichen Abgang hofft, soll Barca weiter auf die festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 700 Millionen Euro verweisen.

Messi schwänzt Auftakt beim FC Barcelona

Stürmerstar Lionel Messi (33) war am Montag dem Trainingsstart der Katalanen ferngeblieben, nachdem er am Tag zuvor bereits nicht zum Coronatest erschienen war.

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Spanische Medien berichteten am Dienstag, dem Argentinier drohe eine saftige Geldstrafe, sollte er weiter die Trainingseinheiten von Barca boykottieren.

Messi, der als 13-Jähriger in die katalanische Metropole gewechselt und in den vergangenen 15 Jahren für die Barca-Profimannschaft in 731 Pflichtspielen 634 Tore erzielt hatte, pocht auf sofortige Auflösung seines bis 2021 laufenden Vertrags.

Es droht eine juristische Auseinandersetzung, weil der Klub davon ausgeht, dass die Klausel für einen vorzeitigen Vertragsausstieg von Messi abgelaufen ist.

La Liga mit Machtwort: Messi-Vertrag gilt

Die spanische Liga hatte im Konflikt zuletzt den Klub unterstützt.

La Liga teilte mit, dass die Ausstiegsklausel, derzufolge der Argentinier die Katalanen vorzeitig nur für eine Ablösesumme von 700 Millionen Euro verlassen dürfe, nach wie vor gültig sei.

Messi zieht es angeblich zu Manchester City, das von seinem früheren Mentor Pep Guardiola trainiert wird.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)