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München - Toni Kroos nennt den besten Mitspieler, den er hatte, und erzählt, wie seine Karriere trotz einer Verletzung durchstartete.

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Mats Hummels verpasste den Vorbereitungsstart bei Borussia Dortmund wegen einer Verletzung, die er sich im Urlaub zugezogen hatte.

Ähnlich erging es einst Toni Kroos, wie dieser in der aktuellen Folge seines mit Bruder Felix aufgenommenen Podcasts Einfach mal Luppen verriet.

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Im Alter von 18 Jahren spielte Kroos in der Winterpause bei einem Hobbykick in Rostock auf einem Kunstrasenplatz eine Runde Fußball, als er nach fünf Minuten umknickte. Der damalige Mannschaftsarzt von Hansa Rostock war bei dem Kick ebenfalls dabei und diagnostizierte lediglich eine Reizung im geschwollenen Knöchel.

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Nach der Rückkehr aus dem Heimaturlaub ging der damals beim FC Bayern spielende Kroos zu Mannschaftsarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der nach kurzem Abtasten sofort einen Bänderriss erkannte und Kroos eröffnete, dass dieser drei Monate pausieren müsse.

Kroos log Müller-Wohlfahrt an

Laut dem aktuellen Profi von Real Madrid erwies sich diese Verletzung allerdings als glückliche Fügung, da er trotz der Blessur in der Winterpause für anderthalb Jahre zu Bayer Leverkusen ausgeliehen wurde und dort durchstartete.

Kroos mutmaßt, dass der FCB ihn trotz weniger Einsätze bei den Profis im Winter 2009 nicht abgegeben hätte, wenn er sich nicht verletzt hätte.

"Ich glaube, dass mir Bayern den Wechsel gar nicht erlaubt hätte, wenn ich fit gewesen wäre. Es war klar, dass die Verletzung Zeit braucht und es dann eine Zeit dauern würde, bis ich wieder in Form bin. Ich habe vorher eh wenig gespielt und dann kam alles zusammen, sodass ich nach Leverkusen durfte", erklärte der 30-Jährige.

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Kurios: Müller-Wohlfahrt gegenüber erklärte Kroos, dass er sich die Verletzung beim Waldlauf zugezogen hatte, um ihm nicht den wahren Grund zu beichten. Die tatsächliche Geschichte hatte er niemals jemandem beim FC Bayern erzählt.

"Sie haben bis heute nichts anderes gehört. Ich habe das nie klargestellt. Vor allem, als rauskam, dass es wirklich ein Bänderriss war, war mir nicht danach zumute, zu erklären, dass das beim Fußball passiert ist. Jetzt ist die These aber verjährt, da kann ich nicht mehr dafür angeklagt werden", ergänzte er lachend.

Kroos stellt Elf für Abschiedsspiel auf

Außerdem sprach Kroos über den besten Spieler, mit dem er bisher gespielt hat. Wenig überraschend nannte der deutsche Mittelfeldspieler von Real Madrid Cristiano Ronaldo.

Der Portugiese schaffte auch den Sprung in die Elf, mit der Kroos sein Abschiedsspiel absolvieren würde - diese ist allerdings hypothetisch und wurde von einem Fan gewünscht, tatsächlich möchte Kroos kein Abschiedsspiel haben.

An Ronaldos Seite in der Offensive wünscht sich der 30-Jährige Thomas Müller und Miroslav Klose, von dem er bereits in der letzten Podcast-Ausgabe schwärmte. Im zentralen Mittelfeld sollen neben Kroos Luka Modric, Casemiro und Joshua Kimmich auflaufen.

In der Dreierkette in der Abwehr finden sich zwei überraschende Namen: Neben Sergio Ramos, den Kroos als "einen der besten Innenverteidiger aller Zeiten" bezeichnete, stellte er die früheren Leverkusener Kollegen Stefan Reinartz und Gonzalo Castro auf. Vor allem mit Reinartz ist Kroos auch privat befreundet, darum verwundert die Auswahl nur auf den ersten Blick.

Diese Trainer siezt Kroos

Im Tor konnte sich der Real-Star derweil nicht entscheiden, er nannte sowohl Manuel Neuer als auch Keylor Navas, mit dem er dreimal die Champions League gewann.

Über den möglichen Trainer beim Abschiedsspiel sprachen die Kroos-Brüder nicht - vermutlich würde sich der Ex-Weltmeister aber für Jupp Heynckes entscheiden, den er bei einer weiteren Fan-Frage als den Trainer nannte, der ihn am meisten geprägt habe. Heynckes habe er übrigens als Spieler stets siezen müssen, genauso wie Louis van Gaal und Bundestrainer Joachim Löw.

Bei anderen Trainern herrscht dagegen auch zwischen Spieler und Trainer das "Du" vor, unter anderem nannte er Pep Guardiola beim Vornamen und seinen aktuellen Coach Zinedine Zidane schlicht "Zizou".