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Am Donnerstag startet die spanische Liga mit dem Sevilla-Derby in die Schlussphase der Saison. Dabei stehen die Klubs vor einem Mammut-Programm - und offenen Fragen.

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110 Spiele in nur 38 Tagen!

Die spanische La Liga um Superstar Lionel Messi legt wieder los - und das mit einem Mammut-Programm. SPORT1 zeigt, was Sie zum Re-Start der spanischen Eliteliga wissen müssen.

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Auftakt mit brisantem Derby

Die erste Partie nach der Corona-Pause hat es gleich in sich. Das Stadt-Derby zwischen dem FC Sevilla und Real Betis eröffnet am Donnerstagabend die restliche Saison. (La Liga, 28. Spieltag: FC Sevilla - Betis Sevilla am Donnerstag ab 22 Uhr im LIVETICKER)

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Auf die Titelfavoriten FC Barcelona und Real Madrid warten zum Wiederbeginn etwas leichtere Gegner. Am Samstag respektive Sonntag stehen ihnen die abstiegsbedrohten Klubs SD Eibar und RCD Mallorca gegenüber.

Terminplan ohne Pausen

Elf Spielrunden mit 110 Spielen in 38 Tagen - das ist der stramme Zeitplan, den die spanische Liga ausgearbeitet hat. Bis zum 31. Spieltag wird ab diesem Donnerstag jeden Tag gespielt.

Ab dem 32. Spieltag werden dann bis zum Ende der Saison alle Spiele gleichzeitig stattfinden. Bleiben Komplikationen aus, dann steigt der letzte Spieltag am 19. Juli.

"Wir haben alles auf den letzten Millimeter genau geplant", sagte Liga-Chef Javier Tebas und behauptete, dass das Infektionsrisiko bei "praktisch Null" liege.

Wie in der Bundesliga müssen auch in Spanien strenge Auflagen eingehalten werden. Die Spieler werden innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff auf das Coronavirus getestet. Die Gästeteams nutzen exklusive Flüge und Hotels, bevor sie in zwei Bussen in die Stadien fahren, um sicherzustellen, dass der vorgeschriebene Abstand eingehalten werden kann.

Die Profis der Heimmannschaft fahren in ihren privaten Autos zum Spiel. Vor dem Spiel wird dann bei allen noch einmal Fieber gemessen. Die Umkleidekabinen werden vor, während und nach den Spielen desinfiziert und gelüftet. Nur 270 Personen haben Zutritt zu den Stadien, darunter sind auch die Spieler, Offizielle, Ärzte, Sicherheitspersonal sowie Medienvertreter.

Die Ausgangslage

Im Kampf um die Meisterschaft läuft es erneut auf den ewigen Zweikampf zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid hinaus. Barca führt die Tabelle aktuell mit 58 Punkten vor den Madrilenen (56) an. Danach folgt der FC Sevilla mit 47 Punkten. 

Zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden Topklubs wird es vorerst aber nicht mehr kommen. Kurz vor der Corona-Pause entschied Real den letzten Clásico der Spielzeit mit 2:0 für sich.

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Im Kampf um die internationalen Plätze scheint das Rennen deutlich spannender zu werden. Platz drei und Platz sieben trennen lediglich fünf Punkte. Atlético, aktuell auf dem sechsten Rang, ist alles andere als zufrieden mit dieser Platzierung im Mittelfeld. Mit diesem Top-Kader ist eine Champions-League-Teilnahme Pflicht.

Am Tabellenende wird es besonders für Schlusslicht Espanyol (20) und CD Leganes (23) schwierig, den Abstieg noch abzuwenden. Mallorca (25) liegt davor nur einen Zähler hinter dem rettenden Ufer.

Real nicht im Bernabéu

Real Madrid wird die anstehenden Spiele definitiv nicht im Bernabéu austragen. Aufgrund der Umbauarbeiten und der anstehenden Geisterspiele hat sich der Verein dazu entschieden, die restlichen Partien dieser Saison im Stadion der Zweitvertretung auf dem Trainingsgelände auszutragen.

Doch was passiert, wenn in den letzten Spielen der Saison doch Fans zugelassen werden? Wie die Marca berichtet, wird aktuell hinter den Kulissen heiß diskutiert, ob und wann man die Fans wieder ins Stadion lässt. So könnten Ende Juni womöglich ein Drittel der Zuschauerplätze in den Stadien freigegeben werden.

Die Madrilenen haben klar gemacht, dass sie im Stadion auf dem Trainingsgelände keine Spiele mit Fans stattfinden lassen. Sollten jetzt Ende Juni wieder Fans ins Stadion dürfen, müssen die Blancos wohl umdenken.

Enrico Cerezo, Präsident von Atlético Madrid, hat dem Stadtrivalen bereits angeboten, einige seiner Heimspiele im Atlético-Stadion Wanda Metropolitano auszutragen. Von den Real-Verantwortlichen gab es dazu noch keine Rückmeldung.

Suárez und Hazard profitieren von Pause

Wegen einer Knie-Operation war die Saison für Luis Suárez im Januar eigentlich vorzeitig beendet - doch die Zwangspause während der Corona-Pandemie konnte der Stürmer des FC Barcelona nutzen, um wieder fit zu werden.

Barca-Trainer Quique Setién kündigte an, dass der Uruguayer für die Partie auf Mallorca wieder im Kader stehen wird. Ousmane Dembélé fällt hingegen wegen einer langwierigen Muskelverletzung im Oberschenkel weiterhin aus.

Bei Real hatte sich Eden Hazard kurz vor der Corona-Pause eine schwere Wadenverletzung zugezogen. Während des Liga-Stillstands arbeitete der Belgier an seinem Comeback und trainierte zuletzt wieder mit der Mannschaft. Beim Re-Start gegen Eibar könnte Hazard wieder im Kader stehen.

Das Dilemma des 1. Juli

Mehr als 100 Spieler der spanischen Liga haben aktuell einen Vertrag, der nur bis zum 30. Juni 2020 gilt. Da die Liga aber mindestens bis zum 19. Juli laufen wird, stehen Klubs und Spieler vor einem Dilemma.

Dazu gehören Stars wie Ever Banega, Arda Turan und Nolito. Auch das an Real Sociedad verliehene Real-Juwel Martin Odegaard hat noch keine klaren Vertragsverhältnisse vorzuweisen. Wie und in welcher Form die Klubs und Spieler sich da einigen, ist noch ein heiß diskutiertes Thema.