David Beckham (2r.) mit seinem Teamkollegen Luis Figo (2r.), Ronaldo (m.), Zinedine Zidane (l.) und Roberto Carlos (r.) im Jahre 2005 im Training bei Real Madrid
David Beckham (2r.) mit seinem Teamkollegen Luis Figo (2r.), Ronaldo (m.), Zinédine Zidane (l.) und Roberto Carlos (r.) im Jahre 2005 im Training bei Real Madrid © Getty Images
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Reals Ex-Fitnesscoach José Luis San Martín erinnert sich daran, über welch beeindruckende athletischen Fähigkeiten die Galaktischen in den 2000ern verfügten.

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Anfang der 2000er Jahre hätte man bei einer Trainingseinheit von Real Madrid denken können, man wäre in Mitten eines Werbesports von Sportmarken, in dem alle Topstars der Welt zu sehen sind:

Raúl, Luís Figo, Zinédine Zidane, Ronaldo, Roberto Carlos und David Beckham spielten damals gemeinsam in der spanischen Hauptstadt. Für die Fitness der "Galaktischen" war zu diesem Zeitpunkt José Luis San Martín verantwortlich. 

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Der Fitness-Trainer erinnert sich nun in der Marca daran, über welch beeindruckende athletischen Fähigkeiten seine Schützlinge verfügten. Die Fußballer hätten auch in der Leichtathletik glänzen können. 

Raúl: Der Marathonläufer

Der spätere Schalke-Star Raúl wäre zum Beispiel ein "großartiger Marathonläufer geworden", erklärte San Martín. Gesagt, getan. Kurz nach seinem Karriereende 2015 lief der Stürmer einen Marathon in weniger als dreieinhalb Stunden. "Mit dem richtigen Training hätte er es in etwa zwei Stunden und fünfzehn Minuten schaffen können. Er hatte eine sehr hohe Ausdauer, er konnte sich aufopfern und leiden", erinnerte sich Reals Ex-Fitnesstrainer. 

In einem Champions-League-Spiel schaffte es Raúl, sage und schreibe 14 Kilometer zu laufen.

Doch er war nicht der einzige Spieler, der es möglicherweise auch in der Leichtathletik zu Ruhm und Ehre hätte bringen können. 

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Roberto Carlos: Der Top-Sprinter 

Während einer Trainingseinheit kam es einmal zu einem Gespräch zwischen San Martín und Abwehrspieler Roberto Carlos.

"Du könntest 100 Meter in weniger als 11 Sekunden schaffen", sagte der Trainer zu seinem Schützling. Roberto Carlos wollte es ihm beweisen. "Ich sagte ihm, dass es kein guter Zeitpunkt sei, weil er gerade trainiert hatte. Aber es gab kein Zurück mehr, und er bestand darauf, dass ich meine Stoppuhr bereithalte", erinnerte er sich.

San Martín behielt Recht, der Brasilianer lief die 100 Meter in 10,8 Sekunden: "Seine Beschleunigung war außergewöhnlich." Der ehemalige brasilianische Nationalspieler hätte also neben dem Fußballplatz auch gut als Sprinter tätig werden können. 

Ronaldo: Der explosive Blitzstarter 

Doch da gab es noch einen Teamkollegen, der Roberto Carlos in dieser Hinsicht das Wasser reichen konnte - allerdings auf einer anderen Distanz: Ronaldo. 

San Martín vergleicht den Brasilianer, der zwischen 2002 und 2007 bei den Königlichen spielte, mit einem 60-Meter-Sprinter.

"Ronnie wäre ein ausgezeichneter 60-Meter-Sprinter gewesen", behauptete San Martín: "Er schaffte es locker zwischen 6,8 und 7,8 Sekunden, er war explosiv und sehr kraftvoll."

Sein einziges Manko sei seine Ausdauer gewesen. "Ich musste viel Aerobic mit ihm machen, um seine Ausdauer zu verbessern", erklärte er. Bis heute gebe es niemanden, der die Kraft und Geschwindigkeit von Ronaldo habe. 

Beckham: Der 800-Meter-Läufer

Auch Superstar David Beckham hätte laut seinem Ex-Fitness-Trainer in der Leichtathletik glänzen können. 

"Er hätte ein guter 800-Meter-Läufer sein können, weil er eine große relative Stärke hatte, das heißt Kraft pro Pfund Körpergewicht", sagte San Martín. "Der Weltrekord für diese Distanz liegt aktuell bei 1:40 Minuten. Beckham hätte leicht 1:52 oder 1:50 schaffen können." Besonders Beckhams große Widerstandskraft hob San Martín hervor. "Er konnte 10 bis 12 Kilometer pro Spiel ohne Probleme bewältigen", erinnerte er sich. 

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