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München - Luka Jovic sorgte mit seiner Flucht aus der Quarantäne von Real Madrid für Aufsehen. In Serbien drohten ihm gar Sanktionen. Nun äußert sich sein Klub dazu.

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Nach dem Wirbel um vermeintliche Verstöße gegen Coronavirus-Auflagen hat sich Real Madrid zur Causa Luka Jovic zu Wort gemeldet.

Dabei äußert der Klub Verständnis für den Serben. Der 22-Jährige flog Mitte März trotz Quarantäne-Auflagen in seine Heimat nach Belgrad. Zudem verbreiteten serbische Medien, der Ex-Frankfurter habe die vorherrschende Ausgangssperre in Serbien mehrmals ignoriert - etwa soll er sich mit Freunden zu Partys getroffen haben. 

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Real: Meldungen über Jovic wurden aufgebauscht

Die spanische Sportzeitung As hat ein Real-Statement über den Jovic-Wirbel veröffentlicht. "Er hat nichts ohne das Wissen von Real Madrid getan und die örtliche Polizei seines Landes wurde über seine Ankunft (in Belgrad Anm. d. Red:) informiert. Aus einer Maus wurde ein Elefant gemacht", teilte der Klub mit. 

Der Wirbel um den Torjäger hatte sogar serbische Regierungskreise erreicht, Präsident Aleksander Vucic drohte ihm mit Verhaftung.

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Jovic verteidigt sich

Jovic selbst schrieb zum Sachverhalt am 20. März auf Instagram: "Ich finde es sehr schade, dass ich in diesen Tagen das Hauptthema bin. Ich finde es sehr schade, dass ständig über mich geschrieben wird – und nicht über diejenigen, die in dieser Krise die Protagonisten in diesem Kampf sind: die Ärzte und alle, die im Gesundheitsbereich arbeiten."

Ihm habe es an Anweisungen gefehlt, wie er sich in dieser Situation verhalten solle, meinte der serbische Nationalspieler ergänzend.

Auch Jovics Vater Milan sprang seinem Sohn bei und beschuldigte die serbischen Medien einer Hetzjagd: "Das Bild, das die Medien von ihm zeichnen, ist nicht real. Es scheint, als hätte er jemanden umgebracht", klagte Milan Jovic in der serbischen Zeitung Blic.

Jovic noch in Belgrad

Jovic sitzt weiterhin in Belgrad fest. Dort besuchte er seinen kleinen Sohn aus seiner ersten Ehe mit Model Andjela Manitasevic. Von ihr lebt der Real-Stürmer mittlerweile getrennt.

Laut As-Informationen stellte Real ihm einen persönlichen Coach zur Seite, um an seiner psychischen Verfassung in der turbulenten Quarantäne-Zeit zu arbeiten. Er warte auf weitere Entwicklungen rund um die Corona-Epidemie, um so bald wie möglich nach Spanien zurückzufliegen, informierte Real. 

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Trotz aller Anlaufschwierigkeiten lässt der spanische Rekordmeister keine Diskussion über einen möglichen Weggang von Jovic aufkommen. "Es gibt eine lange Liste von Spielern, die im Alter von 21 oder 22 Jahren stagnierten und mit 25 in den Top Ten der Welt waren", wird der Klub von As zitiert.