Spaniens Ligaboss Javier Tebas sieht in der Super League einen Phantom-Wettbewerb
Javier Tebas hat die La-Liga-Teams davor gewarnt, bei einer Saison-Fortsetzung nicht anzutreten © imago
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Madrid - Javier Tebas nimmt die Klubs der spanischen La Liga in der Pflicht. Der Boss der Liga erklärt, bei Erlaubnis der Behörden seien die Vereine gezwungen, wieder zu spielen.

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Der spanische Liga-Chef Javier Tebas hat die Fußballclubs gewarnt, dass sie trotz der Coronapandemie wieder spielen müssen, sobald die Behörden dies erlauben. Im Fall einer Weigerung würden Sanktionen folgen.

"Gegen einen solchen Verein würde der spanische Fußballverband RFER ein Disziplinarverfahren einleiten, ihm drei Punkte wegen Nichterscheinens streichen, und am Schluss würde er nach Hause gehen können", zitierte die Zeitung Sport Tebas.

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La-Liga-Boss lehnt Saisonabbruch ab

Die Spielzeit wegen Corona komplett abzusagen, lehnt Tebas weiter ab. La Liga werde eine Milliarde Euro verlieren, wenn die Saison endgültig abgebrochen wird. Wenn ohne Zuschauer gespielt wird, würden immer noch 350 Millionen Euro verloren gehen.

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Wann und unter welchen Voraussetzungen der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, darüber läuft derzeit eine hitzige Debatte im fußballbegeisterten Spanien. Einig ist man sich nur, dass es höchstens Geisterspiele ohne Zuschauer sein könnten.

Aufgrund der Pandemie wird in den spanischen Stadien schon seit dem 11. März nicht mehr Fußball gespielt. Mit mehr als 220.000 Infizierten und fast 23.000 Toten im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus ist Spanien eines der von der Lungenkrankheit am schwersten betroffenen Länder der Erde.

Seit Mitte März und noch mindestens bis zum 9. Mai gilt im ganzen Land eine sehr strenger Notstandsplan. Sport im Freien ist verboten. Die Maßnahmen zeigen aber langsam Wirkung: Den zweiten Tag in Folge wurden mehr von der Lungenkrankheit Genesene als neu mit dem Coronavirus Infizierte registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Auch die Zahl der Corona-Toten pro Tag ist stark gefallen.