Jupp Heynckes (l.) und Lorenzo Sanz bejubelten 1997/98 mit Real Madrid den Gewinn der Champions League
Jupp Heynckes (l.) und Lorenzo Sanz bejubelten 1997/98 mit Real Madrid den Gewinn der Champions League © dpa
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Madrid - Jupp Heynckes zeigt sich erschüttert über den Corona-Tod von Lorenzo Sanz, mit dem er die CL gewann - und beschreibt, was Real Madrids Ex-Präsidenten ausmachte.

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Jupp Heynckes ist tief betroffen vom Tod des früheren Präsidenten von Real Madrid, Lorenzo Sanz, der am Samstag in einem Krankenhaus in der spanischen Hauptstadt an den Folgen des Coronavirus verstarb.

"Auch ihn hat das Coronavirus das Leben gekostet. Schon am Mittwoch war mir mitgeteilt worden, dass es dem früheren Präsidenten von Real Madrid sehr schlecht ging, nachdem er sich mit der Covid-19-Krankheit angesteckt hatte", schrieb Heynckes in einem Nachruf für den kicker.

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Der 74-Jährige war als Trainer von Real Madrid 1997/'98 Champions-League-Sieger geworden - Heynckes und Sanz verband dabei mehr als nur eine Arbeitsgrundlage, sondern ein freundschaftliches Verhältnis.

Er habe diese Zeit "mit der Familie Sanz in bester Erinnerung. Deshalb hat mich diese Todesnachricht so sehr getroffen. Mein Mitgefühl gilt Frau Sanz, ihren Kindern, der gesamten Familie. Ich trauere mit ihnen."

Heynckes würdigte den Geschäftsmann Sanz, zwischen 1995 und 2000 Präsident der Königlichen, als "feinen Mann", den eine "edle Gesinnung" auszeichnete: "Wir hatten eine großartige Beziehung von Präsident zu Trainer und von Mensch zu Mensch."

Der frühere Bayern-Coach Heynckes nannte auch ein ganz persönliches Beispiel für Sanz' menschliche Qualitäten: "Nach dem Finale in Amsterdam und der Rückkehr nach Madrid wurde meine Frau plötzlich sehr krank. Schon eine Stunde nach ihrer Einlieferung in die Klinik saß der Präsident Sanz mit seiner Frau an ihrem Krankenbett. Senora Sanz bot meiner Frau sogar an, die ganze Nacht im Krankenzimmer zu verbringen. Was für eine menschliche Geste! Was für eine noble Familie!"

Auch allgemein bezog Heynckes Stellung zur Coronakrise: "Da auch in Spanien und Portugal, wo ich als Trainer lange Jahre tätig war, diese Pandemie in besonders erschreckendem Ausmaß wütet, spüre ich eine ungemeine persönliche Betroffenheit."

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Er fügte hinzu: "Wahnsinnig bedrückend wirkt sich aus, dass die Familien ihre Liebsten in ihren letzten Stunden nicht begleiten und sich nicht von ihnen verabschieden können. Wir sind bei ihnen. Es ist eine weltweite Tragödie."

Heynckes appellierte daher: "Und deshalb - auch an dieser Stelle noch einmal - die Bitte: Halten Sie sich an die Regeln! Bleiben Sie zu Hause!"