Quique Setién steht beim FC Barcelona unter Druck
Quique Setién steht beim FC Barcelona unter Druck © Getty Images
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Quique Setién ist erst seit Januar 2020 Trainer beim FC Barcelona. Nach den jüngsten Misserfolgen soll der Spanier allerdings bereits angezählt sein.

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Beim FC Barcelona kehrt keine Ruhe ein.

Die jüngsten Ergebnisse sind für die erfolgsverwöhnten Katalanen enttäuschend. Nach dem mauen Auftritt im Hinspiel des Achtelfinals in der Champions League, bei dem Barca über ein 1:1 gegen den SSC Neapel nicht hinauskam, folgte jüngst eine 0:2-Pleite im Clásico. Zuvor verabschiedete sich der Klub bereits im Viertelfinale aus der Copa del Rey.

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Der Trainerwechsel von Ernesto Valverde auf Quique Setién im Januar 2020, der Barcelonas erster Trainertausch aus sportlichen Gründen während einer Saison seit Louis van Gaal 2003 war, hat wenig gebracht. Steht der neue Barca-Coach nun bereits wieder vor dem Aus?

Setién wurde als "El Maestro" (sein Spitzname in Spanien) verpflichtet - als Erfolgscoach aus dem Ruhestand geholt, wie es der FC Bayern 2017 mit Jupp Heynckes tat.

In Spanien genießt der 61-Jährige einen sehr guten Ruf. Der Coach war mit UD Las Palmas und Real Betis Sevilla sehr erfolgreich. Doch mit Superstars wie Lionel Messi, Antoine Griezmann oder Marc-André ter Stegen arbeitete der Spanier zuvor noch nie. Und das könnte dem Trainer nun einholen.

Zweifeln Barcas Stars bereits am neuen Coach?

Denn die spanischen Medien wie AS und Mundo Deportivo berichten, dass Barcas Starensemble bereits an Setién zweifelt.

"Sie sind überfordert" und "Sie wissen einfach nicht, wie man dieses Schiff steuert" sollen Kommentare sein, die Barcas Profis nach der Niederlage gegen Real Madrid über Setién und dessen Trainerstab geäußert haben. Das berichtete der spanische Journalist Laia Tudel bei Catalunya Rádio.

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Zudem soll Co-Trainer Eder Sarabia mit Beschimpfungen der eigenen Akteure für Ärger gesorgt haben.

Erschwerend dazu kommen Querelen zwischen Team und Vorstand. Superstar Messi sagte nach der Entlassung von Valverde über Sportdirektor Eric Abidal: "Die Verantwortlichen für das Management müssen ihre Verantwortung annehmen und vor allem für die eigenen Entscheidungen einstehen." Zuvor hatte Abidal die Spieler in die Pflicht genommen und öffentlich kritisiert.

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Fakt ist: Die gewünschte Ruhe in Barcelona ist durch den Trainerwechsel wahrlich nicht eingekehrt. 

Neben La Liga liegt für Messi und Co. der Fokus auf dem Rückspiel in der Champions League gegen Neapel. Für Setién wird die Partie am 18. März wohl zur entscheidenden. Bei einem Aus im Achtelfinale könnte die Zeit auf der Barca-Bank für "El Maestro" bereits wieder vorbei sein. In den spanischen Medien kursieren bereits die Namen von Ex-Tottenham-Coach Mauricio Pochettino und Barca-Legende Xavi Hernández als Nachfolger für Setién.