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Im letzten Gruppenspiel Real Madrids in der Königsklasse geht es um nichts mehr. Außer für Luka Jovic. Der Serbe spielt um seine Zukunft bei den Königlichen.

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Real Madrid ist bereits als Gruppenzweiter für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. (Service: Tabellen der Champions League)

Die Reise nach Belgien zum abschließenden Vorrundenspiel beim FC Brügge (ab 21 Uhr im LIVETICKER) ist für die Stars von Real vor wichtigen Duellen in La Liga also eher lästige Pflicht als königliche Unterhaltung. Doch für einen geht es um seine Zukunft im weißen Ballett.

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Luka Jovic konnte seine Ablöse von rund 60 Millionen Euro bislang nicht rechtfertigen. Erst ein Treffer gelang dem ehemaligen Frankfurter in elf Einsätzen. Sein Premierentor war zudem lediglich der Schlusspunkt beim 5:0 gegen den Abstiegskandidaten CD Leganés. Das beeindruckt in Madrid weder Fans noch Verantwortliche.

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Jovic selbst weiß um die Erwartungen, die an ihn gestellt werden. Der 21-Jährige betont, dass sein Trainer auf ihn setzt: "Zidane war derjenige, der mich bei Real Madrid haben wollte", erklärte der Stürmer der serbischen Zeitung Gloria.

Doch am Ende des Tages, das wird auch Jovic nicht verneinen, zählt bei den Königlichen eben Leistung. Und die stellt die Zeichen eher auf vorzeitigen Abschied.

Tausch mit Arsenals Aubameyang könnte Jovics Ende bei Real bedeuten

Zuletzt wurde in den spanischen Medien von einem möglichen Abgang Jovics bereits im Winter berichtet. Demnach beschäftige sich Real intensiv mit Pierre-Emerick Aubameyang vom FC Arsenal. Ein Tauschgeschäft könnte den Deal möglich machen.

Jovic soll zu den Gunners nach England wechseln und der ehemalige Dortmunder Aubameyang in die spanische Hauptstadt kommen. Aubameyangs Vertrag läuft nur noch bis 2021, eine Verlängerung scheint unwahrscheinlich - für Arsenal also ein gutes Geschäftsmodell.

Der Druck wird nach solchen Meldungen für Jovic natürlich nicht kleiner. In Madrid sehnt man sich immer noch nach einem durchschlagkräftigen Ersatz für Cristiano Ronaldo. Zur Not muss diese Aufgabe eben auf zwei Schultern verteilt werden. Karim Benzema erfüllt seine Aufgabe.

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Jovic wartet nun seit über einen Monat auf einen Einsatz für Real. Das Spiel in der Champions League gegen Brügge könnte zu seiner Chance werden, sich endlich zu beweisen.

Königliche Rotation in Belgien als Jovics Chance

Für Gegner Brügge geht es zwar um die Qualifikation zur Europa League. Doch Real hat nach dem enttäuschenden 2:2 im Hinspiel gegen die Belgier etwas gut zu machen. Jovic könnte, zusammen mit dem einen oder anderen Reservisten, in der Königsklasse starten. Denn für Real stehen enorm wichtige Spiele in La Liga an.

Noch vor der traditionell kurzen Winterpause in Spanien muss Real am Wochenende in Valencia ran - und kommende Woche steht der Clasico an. Dem Duell gegen den Erzrivalen FC Barcelona wird bereits entgegengefiebert. Nicht nur, weil der Clasico ohnehin für viele Fans in Spanien das wichtigste Spiel des Jahres ist, sondern auch weil Real und Barca punktgleich in La Liga an der Spitze stehen. (SERVICE: La-Liga-Tabelle)

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Logisch also, dass Zidane seinen Schlüsselspielern in Belgien eine Pause gewähren wird. Reals Top-Torschütze Benzema traf in den vergangenen sechs Spielen acht Mal und kann die Rotation gut gebrauchen.

Für Jovic könnte dies den ersten Startelf-Einsatz in der Königsklasse bedeuten. Seine beiden bisherigen Kurzeinsätze gegen PSG und Galatasaray reichten nicht, um Akzente zu setzen.

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Jovic muss die Gelegenheit auf der großen Bühne nutzen

Der serbische Angreifer hofft genau auf solche Spiele, denn er wisse auch, dass er "mit der Zeit mehr Einsätze" bekomme. Doch nach mehr als fünf Monaten in Spanien, muss der flexible Stürmer seine Chancen langsam nutzen. 

Sein Teamkollege Luka Modric stärkt ihm derweil den Rücken. In Modrics Anfangszeit wurde er von den Fans ausgepfiffen und zum schlechtesten La-Liga-Neuzugang 2012 gewählt. Vergangene Saison wurde der Kroate zum Weltfußballer gekürt. Modric sei in dieser Hinsicht ein Vorbild für Jovic. "Er beruhigte mich und sagte mir, dass es bei ihm auch so war, als er hier unterschrieb", erzählte Jovic.

Sein Vertrag läuft bis 2025. Sollte Real tatsächlich die Möglichkeit bekommen, einen ausgewiesenen Goalgetter wie Aubameyang zu verpflichten, könnte die Zeit des Serben bei Real deutlich früher enden - außer er straft seine Kritiker Lügen, am besten bereits in Brügge.