Jean-Clair Todibo (l.) wechselt im Sommer ablösefrei vom FC Toulouse zum FC Barcelona
Jean-Clair Todibo (l.) wechselt im Sommer ablösefrei vom FC Toulouse zum FC Barcelona © Getty Images
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Der FC Barcelona präsentiert Jean-Clair Todibo als Neuzugang für die kommende Saison - zum Ärger seines bisherigen Klubs FC Toulouse. Präsident Sadran wütet.

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Am Dienstag gab der FC Barcelona die Verpflichtung von Abwehrtalent Jean-Clair Todibo bekannt - und überrumpelte damit offenbar dessen aktuellen Verein FC Toulouse komplett.

"Sie haben sich nicht wie ein großer Klub verhalten", wetterte Toulouse-Präsident Olivier Sadran in L'Equipe. "Außerdem ist es außergewöhnlich: Sie erklären, dass der Spieler ab Juli bei ihnen sein wird, aber ich kenne niemanden, der weiß, was in sechs Monaten passieren wird. Das Leben kann Überraschungen bereithalten, auch die unangenehmsten."

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Sadran: "Das zeigt ihre Arroganz"

Da sich der 19 Jahre alte Verteidiger gegen eine Unterschrift unter einen Profivertrag bei Toulouse entschied, wechselt er im Sommer ablösefrei zu den Katalanen. Barca durfte aufgrund des im Sommer auslaufenden Vertrags mit Todibo frei verhandeln und machte sich diesen Umstand zunutze.

"Das zeigt ihre Arroganz", schimpfte Sadran. "Von einem großen Klub ist es nicht besonders elegant, auch wenn sie rein rechtlich dazu berechtigt waren. Wir tragen auch unseren Teil an Verantwortung."

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Toulouse-Präsident kritisiert Todibos Berater

Dass der bei Toulouse ausgebildete U20-Nationalspieler Frankreichs nun ablösefrei den Klub verlässt, sorgte bei Sadran für eine gewisse Verbitterung.

"Für mich ist das Fußballgeschäft ein Ökosystem, in dem jeder Klub seine Rolle spielt. Da gibt es große Klubs und Klubs, die Youngster entwickeln", sagte Sadran und übte auch Kritik an dem Umfeld Todibos: "In meinen Augen, wurde der Spieler schlecht beraten. Schließlich hat er gerade einmal zehn Spiele in der Ligue 1 absolviert."

Todibo sei ein Spieler mit jeder Menge Qualitäten, aber ohne jegliche Erfahrung, ergänzte Sadran, "Sein Berater hat das getan, was er tun musste, aber ist Barcelona wirklich die richtige Wahl für ihn? Ich bin nicht davon überzeugt."