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Immer weniger Zuschauer wollen die Heimspiele von Real Madrid im Stadion sehen. Der Zuschauerschnitt vom Estadio Santiago Bernabeu ist der niedrigste seit 16 Jahren.

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Champions-League-Sieger Real Madrid, Klub von Nationalspieler Toni Kroos, hat mit einem akuten Zuschauereinbruch bei Heimspielen zu kämpfen. Nach dem Wechsel von Superstar Cristiano Ronaldo zu Juventus Turin im vergangenen Sommer ist der Besucherzuspruch dramatisch zurückgegangen.

Beim 1:0-Erfolg gegen Rayo Vallecano am Samstag waren nur 55.229 Fans im 81.044 Besucher fassenden Estadio Santiago Bernabeu. In der Liga ist der Zuschauerschnitt um knapp 3000 pro Spiel zurückgegangen, in der Königsklasse gar um 11.000 pro Partie. Bei der 0:3-Heimpleite gegen ZSKA Moskau unter der Woche in der Champions League kamen nur 51.636 Besucher.

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Kein Real-Heimspiel ausverkauft

In der laufenden Saison war noch kein einziges Heimspiel von Real ausverkauft. Die Bestmarke sind die 78.672 im Derby gegen Atletico. In sieben von zwölf Begegnungen im Bernabeu-Stadion wurden weniger als 60.000 Fans verzeichnet. Zum Saisonauftakt gegen den FC Getafe kamen sogar weniger als 49.000 Fans in Stadion. Das war das am schlechtesten besuchte Heimspiel seit neun Jahren.

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Der aktuelle Zuschauerschnitt nach acht absolvierten Heimspielen liegt bei 63.747. Das ist der schlechteste Wert seit der Saison 2002/03.

Eine Ursache, meint die Marca, könne die geringe Erfolgsquote bei Heimspielen der Königlichen sein. Im Jahr 2018 gewann Real nur rund 63 Prozent seiner Auftritte im Bernabeu. So dürftig war die Ausbeute zuletzt 1994.

Allerdings war der Zuschauerschnitt auch im vergangenen Jahr schon auf 66.510 gesunken, da war Cristiano Ronaldo noch im Trikot der Königlichen zu sehen. Spitzenwert, was den Zuschauerschnitt angeht, bildet die Saison 2006/07 mit 76.650 Zuschauern. Damals waren Spieler wie Roberto Carlos, David Beckham, Raul und Ronaldo bei den Königlichen aktiv.