München - Nach Real Madrids Blamage in Eibar bewahrt Ousmane Dembele den FC Barcelona vor einer Niederlage. Marc-Andre ter Stegen macht gegen Atletico keine gute Figur.

von Filip Knopp

Herber Rückschlag für Real Madrid! Nach vier Erfolgen in Serie gingen die Königlichen am Samstagnachmittag bei Underdog SD Eibar mit 0:3 unter.

Mit einem dreifachen Punktgewinn hätte der Rekordmeister den Rückstand in der Tabelle auf den FC Barcelona erneut verkürzen können. Den Katalanen gelang es am Abend nämlich nur bedingt, die Blamage ihres Erzrivalen zu nutzen.

Ter Stegen gibt bei Gegentor unglückliche Figur ab

Im Spitzenspiel gegen Atletico kamen sie nicht über ein 1:1 hinaus. Diego Costa hatte die Gastgeber per Kopf in Führung gebracht (78.). Marc-Andre ter Stegen irrte bei dem Gegentor durch den Strafraum, gab eine unglückliche Figur ab.

Ausgerechnet der zuletzt so gescholtene Ousmane Dembele bewahrte Barca kurz vor Schluss aber vor einer Niederlage (90.).

Das Team von Ernesto Valverde verteidigt damit die Spitzenposition von La Liga, kann den Vorsprung auf seinen Erzrivalen jedoch nur auf fünf statt sieben Zähler ausbauen.

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Erste Pleite für Solari: "Feiern jetzt keinen Karneval"

Real harrt derweil mit sechs Zählern hinter dem Stadtrivalen und vier hinter Lionel Messi und Co. auf dem sechsten Platz aus.

Die Madrilenen kassierten im Baskenland ihre erste Niederlage unter dem neuen Cheftrainer Santiago Solari. Als Interimscoach hatte der Argentinier noch sämtliche Partien gewonnen. Jetzt verfiel die Mannschaft aber in alte Muster.

"Eibar hat Eier gezeigt und sehr gut gespielt. Wir waren nicht auf der Höhe. In der Kabine wird jetzt natürlich kein Karneval gefeiert", so Solari.

Reals Niederlage nach Seitenwechsel früh besiegelt

Bereits nach rund einer Viertelstunde war Real gegen die Basken in Rückstand geraten (16.).

Nach dem Treffer von Gonzalo Escalante schraubten Sergi Enrich (52.) und Kike Garcia (57.) den Spielstand im zweiten Durchgang in die Höhe - und machten das Debakel des insgesamt harmlosen Favoriten damit perfekt.

Der amtierende Champions-League-Sieger hatte gegen das überaus motivierte Eibar in der Folge Glück, nicht noch mehr unter die Räder geraten zu sein. Trotz des deutlichen Vorsprungs ließen die Gastgeber nicht locker.

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Toni Kroos wirkte 90 Minuten lang mit. Auch Kapitän Sergio Ramos, der tags zuvor mit dem Vorwurf eines Verstoßes gegen Doping-Richtlinien konfrontiert worden war, stand auf dem Platz.

Nach 13 Liga-Spieltagen konnten sowohl Real als auch Barca zum siebten Mal nicht als Sieger vom Platz gehen. Eine katastrophale Zwischenbilanz für die beiden Schwergewichte im spanischen Fußball.

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