Sandro Rosell wird Geldwäsche vorgeworfen
Sandro Rosell wird Geldwäsche vorgeworfen © Getty Images
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Barcelonas Ex-Präsident Sandro Rosell droht eine lange Haftstrafe. Gegen den ehemaligen Funktionär findet wegen illegaler Fußball-Geschäfte ein Prozess statt.

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Der Korruptionsprozess gegen Ex-Präsident Sandro Rosell vom spanischen Meister FC Barcelona wegen illegaler Fußball-Geschäfte soll im Februar beginnen.

Das verlautete aus spanischen Justizkreisen. Demnach sind am nationalen Gerichtshof vom 25. Februar bis 27. März insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt.

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Rosell muss in dem Prozess eine langjährige Haftstrafe fürchten. Die Anklage wirft dem 54-Jährigen Geldwäsche im Umfang von 19,5 Millionen Euro sowie Führung einer kriminellen Vereinigung vor und fordert elf Jahre Gefängnis sowie eine Geldbuße von 59 Millionen Euro.

Rosell sitzt bereits in Untersuchungshaft

In dem Verfahren um dubiose Millionen-Deals mit TV- und Sponsoring-Rechten an der brasilianischen Nationalmannschaft seit 2006 sind fünf weitere Personen angeklagt. Zu dem Quintett gehört auch Rosells Ehefrau Marta Pineda. Rosell sitzt wegen der Vorwürfe seit Mai 2017 in Untersuchungshaft.

Schlüsselfigur in dem Skandal ist Brasiliens berüchtigter Ex-Verbandschef Ricardo Teixeira. Der abgestürzte Ex-Vizepräsident des Weltverbandes FIFA, der Rosell auf Umwegen über die Kaimaninseln rund 20 Millionen Euro gezahlt haben soll, ist für die spanische Justiz nicht greifbar. In seiner Heimat und in den USA jedoch wird gegen den früheren Schwiegersohn des verstorbenen Ex-FIFA-Bosses Joao Havelange wegen Verwicklung in den FIFA-Skandal und weitere Korruptionsfälle ermittelt.