Reals Präsident Florentino Perez musste seinen Trainer Zinedine Zidane am Ende der Saison ziehen lassen © Getty Images

Zinedine Zidane trat im Moment des größten Erfolgs ab. Jetzt kommt raus: Er wollte Real schon viel eher verlassen. Die Bosse legten ein Veto ein.

Er gilt seit jeher als Gentleman und ging als Champion. Um genau zu sein: als Dreifach-Champion. 

Drei Mal in Folge hat Zinedine Zidane mit Real Madrid die Champions League gewonnen. Das war zuvor noch keinem Trainer gelungen.

Dabei hätte der Franzose die sportliche Krönung der Triple-Saison beinahe gar nicht mehr von der Bank aus miterlebt. 

Wie die Marca schreibt, wollte Zidane seinen Job vorzeitig hinschmeißen - mitten in der Saison. 

Keine Kraft mehr für Real: Zidane wollte fliehen

Februar dieses Jahres: Real scheiterte im spanischen Pokal sensationell an Underdog Leganes. 1:2 verloren die Königlichen im heimischen Bernabeu. 

Die Schmach nahm Zidane offenbar mit. Physisch und psychisch. Anschließend, so schreibt die Marca, sei der Coach bei den Bossen von Real vorstellig geworden. Er wollte seine Freistellung erwirken. 

Zidane habe keine Kraft mehr gehabt für den strapaziösen Trainer-Job, schreibt die Zeitung.

Sein Vorhaben scheiterte am Veto von Präsident Florentino Perez und Sportdirektor Jose Angel Sanchez. Die Verantwortlichen überzeugten ihren Trainer, zumindest bis Saisonende durchzuziehen.

Als Zidane dann nach dem Triumph in der Königsklasse erneut mit einem Ausstieg kokettierte, hatten die Bosse laut Marca keine Argumente mehr. Sie mussten ihren Erfolgscoach ziehen lassen. 

Zidane trat nach seiner Abschluss-Pressekonferenz ab - als Gentleman und Champion.