Ronaldinho (l.) hatte kein Problem mit Pep Guardiola © Getty Images

Gerüchten zufolge soll Pep Guardiola für Ronaldinhos Abgang vom FC Barcelona verantwortlich gewesen sein. Jetzt packt der Bruder des Brasilianers aus.

Ronaldinho Gaucho zählte in seiner Hochform zu den besten Fußballern der Welt. Vielleicht war er sogar der beste.

Trotzdem verließ der Ballkünstler aus Brasilien den FC Barcelona im Sommer 2008 aus heiterem Himmel und wechselte für 25 Millionen Euro zum AC Mailand. Gerüchten zufolge soll Pep Guardiola, der zu jenem Zeitpunkt vom Coach der Barca-Reserve zum Cheftrainer aufstieg, den Abschied des Brasilianers eingefädelt haben. 

Dem war aber nicht so. Roberto de Assis, der Bruder und Berater des einstigen Weltfußballers, hat nun den wahren Grund für den umstrittenen Wechsel verraten.

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"Politisches Problem" als Grund für Wechsel

"Sandro Rosell war damals der Vizepräsident von Barca und er wurde ein Gegner. Ronaldinho war der Anführer der Mannschaft und er wurde Mittelpunkt eines politischen Problems. Jeder benutzte ihn so, wie er es brauchte", sagte de Assis bei UOL Esporte.

Guardiola habe sogar auf einen Verbleib von Ronaldinho gepocht. "Er rief uns an und wollte reden. Er wollte, das meint Bruder bleibt, aber der hatte sich schon zu einem Wechsel entschlossen", berichtete de Assis.

"Er hätte bei Barca bleiben können"

"Meiner Meinung nach hätte er Barcelona nicht verlassen müssen. Er hätte dort bleiben können. Aber wir erlebten gerade eine stürmische Präsidentschaftswahl und er zog es vor, sich zu verabschieden."

Bei Milan konnte der Weltmeister von 2002 und Champions-League-Sieger von 2006 seine Glanzleistungen aus früheren Barca-Tagen nicht mehr abrufen. Über Italien ging es für ihn 2012 schließlich zurück nach Südamerika.

Er spielte noch für die brasilianischen Klubs Flamengo und Atletico Mineiro sowie den mexikanischen Vertreter Queretaro, ehe er im Januar 2018 im Alter von 37 Jahren sein endgültiges Karriereende bekanntgab.