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Gareth Bale hat für Real Madrid mehrere wichtige Tore geschossen. Doch ein Treffer wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben - vor allem bei seinem Gegner.

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Gareth Bale ist bei Real Madrid nie der Superstar geworden, den sich die Fans der Königlichen gewünscht haben. 

Mal stand er im Schatten des noch größeren Cristiano Ronaldo, mal wurde er von Verletzungen zurückgeworfen. Und nicht selten wurde ihm in den vergangenen Jahren die nötige Leidenschaft für seinen Klub und sogar seinen Sport abgesprochen. 

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Doch am 16. April 2014 war er der Superstar schlechthin. 

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Im Final-Clásico der Copa del Rey erzielte der Waliser damals kurz vor Ende der Partie einen Siegtreffer, über den noch heute gesprochen wird. 

Denn Bale erzielte das Tor zum 2:1-Endstand gegen den Erzrivale FC Barcelona nach einem fabelhaften Sprint, der in der eigenen Spielhälfte begonnen hatte. Die gewaltige Schnelligkeit des Nationalspielers bekam damals vor allem der ehemalige BVB-Spieler Marc Bartra zu spüren. 

Bartra gesteht: Es war sehr hart

Zur Erinnerung: Bale hatte den Ball in der 85. Minute in der eigenen Hälfte aufgenommen und legte ihn an Bartra vorbei. Dieser versuchte, den Real-Profi an der Seitenauslinie abzudrängen - was ihm auch gelang. Nach einem unübersehbaren Körperkontakt fand sich Bale neben dem Platz wieder. Doch der Angreifer ließ sich nicht fallen, sondern zündete stattdessen (aus der Coaching Zone heraus!) den Turbo.

In weitem Bogen lief er um Bartra herum, der eigentlich den kürzeren Weg zum Ball gehabt hätte - und trotzdem nicht hinterher kam. Bale krönte seinen Triumphlauf mit einem Beinschuss gegen Barcas machtlosen Torhüter Jose Manuel Pinto, der geschlagene Bartra sank fassungslos in die Knie. 

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Am sechsten Jahrestags des ungleichen Duells meldete er sich bei Instagram zu Wort. 

"Es war schwer für mich, ich war ein Junge aus dem Nachwuchs und ich habe zum ersten Mal gegen Real Madrid gespielt", gestand der 29-Jährige, der 2016 von Barca zu Borussia Dortmund gewechselt war. Der heutige Profi von Betis Sevilla erlebte an jenem Abend eine wahre Achterbahn der Gefühle: "Ich habe ein Tor gegen Iker Casillas geschossen, doch innerhalb von Minuten kam ich vom Ruhm in den Dreck. Es war sehr hart."

Wertvolle Erfahrung für Ex-BVB-Profi

Auch der angesprochene Casillas, der den untröstlichen Bartra nach dem Spiel wieder aufbauen wollte, erinnerte sich an die Situation. 

Er lobte Bale via Instagram dafür, dass er nicht zu Boden gegangen sei: "Das ist ein Ausdruck seiner Fähigkeiten." Der ehemalige Weltklasse-Spieler Xabi Alonso urteilte einst: "Ich glaube, so was habe ich zuvor noch nie gesehen." Und selbst Sprint-Star Usain Bolt urteilte: "Auf dieses Tor wäre jeder Sprinter stolz."

Für Bartra war all dies allerdings wohl kein echter Trost, vor allem weil er erfuhr, dass der damalige Nationaltrainer Vicente del Bosque auch seinetwegen im Stadion gewesen sei. 

"Ich hatte das Gefühl, dass alles zum Teufel geht, aber die harten Dinge haben am Ende ihren Wert." Und so zog der Verteidiger aus der überdeutlichen Sprint-Niederlage doch noch einen positiven Aspekt: "Ein paar Monate später wurde ich in die Nationalmannschaft berufen."