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München - Wenige Tage nach dem großen Beben steht der nächste Super-League-Hammer bevor. Immer mehr Teams erklären ihren Rückzug. Alle Infos im TICKER.

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Nur wenige Tage nach der großen Ankündigung einer neuen Super League steht diese schon wieder vor dem Aus!

Nachdem am späten Dienstagabend die sechs beteiligten englischen Klubs ihren Rückzug erklärt haben, setzt auch bei den übrigen der zwölf Gründervereine mehr und mehr ein Umdenken bezüglich des äußerst umstrittenen Projekts ein.

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SPORT1 begleitet die aktuellen Entwicklungen rund um das Super-League-Beben im TICKER.

+++ HIER AKTUALISIEREN +++

+++ Agnelli gibt auf: Kein Turnier mit sechs Teams möglich +++

Juve-Präsident Andrea Agnelli galt bis zuletzt neben Florentino Perez als größter Verfechter und Antreiber der Super League.

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Auch nach dem Rücktritt der ersten Mannschaften gab er sich zunächst kämpferisch und sagte, dass der Wettbewerb weiterbestehen würde und eine "hundertprozentige Chance auf Erfolg hätte".

Dieser Meinung ist der Vize-Vorsitzende der Super League nun offenbar nicht mehr.

Agnelli gab zu, dass das Projekt nach dem Rücktritt der sechs englischen Teams nicht mehr realisierbar sei: "Man kann kein Turnier mit sechs Mannschaften veranstalten", sagte er bei Reuters.

+++ Liverpool-Boss entschuldigt sich +++

Liverpools Boss John W. Henry hat sich für die Teilnahme an den Plänen zur Super League entschuldigt.

"Ich möchte mich bei allen Fans des FC Liverpool für die entstandenen Brüche in den vergangenen 48 Stunden entschuldigen", sagte der US-Geschäftsmann und Eigentümer des englischen Erstligisten in einem auf Twitter verbreiteten zweieinhalb Minuten langen Video. Es sei klar gewesen, dass das Projekt nie ohne die Unterstützung der Fans überlebensfähig sein werde. "Ihr habt in diesen 48 Stunden klar gemacht, dass es keinen Bestand haben wird. Wir haben euch erhört!", sagte Henry.

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Auch bei Trainer Jürgen Klopp, den Spielern und dem gesamten Umfeld leistete Henry Abbitte: "Ich möchte mich auch bei Jürgen und den Spielern entschuldigen. Bei allen, die so hart arbeiten, um euch Fans stolz zu machen. Sie tragen absolut keine Verantwortung für diesen Bruch."

+++ Mailand-Klubs ziehen sich offenbar auch zurück +++

Die sechs englischen Teams haben bereits ihren Rückzug aus der Super League erklärt. Am Tag danach setzt offenbar auch in Italien ein Umdenken ein.

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, hat auch Inter Mailand das Interesse an dem umstrittenen Projekt verloren.

"Das Super League-Projekt wird von Inter derzeit nicht mehr als interessant angesehen", wird Inter zitiert.

Zudem vermeldet The Athletic, dass Inters Stadtrivale AC Mailand ebenfalls vor dem Rückzug steht. Offizielle Bestätigungen standen zunächst noch aus.

+++ Super League reagiert +++

In der Nacht zu Mittwoch nahm dann auch die Super League Abstand von ihren bisherigen Plänen. 

"Wir werden die angemessenen Schritte erwägen, um das Projekt umzugestalten", gab die Liga nach dem Rückzug aller englischen Klubs bekannt.

"Angesichts der aktuellen Umstände werden wir die am besten geeigneten Schritte zur Neugestaltung des Projekts überdenken und dabei stets unser Ziel im Sinn haben, den Fans die bestmögliche Erfahrung zu ermöglichen und dabei die Solidaritätszahlungen für die gesamte Fußballgemeinschaft zu erhöhen", hieß es demnach weiter.

+++ Englische Teams erklären Rückzug +++

Nachdem zunächst Berichte über eine Kehrtwende des FC Chelsea die Runde machten, gab Manchester City als erster Verein eine offizielle Bestätigung heraus.

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Am späten Dienstagabend zogen die weiteren Premier-League-Vertreter FC Liverpool, Manchester United, FC Arsenal und Tottenham Hotspur nach.

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Als letzter englischer Klub ruderte auch der FC Chelsea öffentlich zurück.

"Nachdem wir uns Ende letzter Woche der Gruppe angeschlossen hatten, hatten wir jetzt die Zeit, um die Angelegenheit vollumfänglich zu überdenken und entschieden, dass unsere weitere Teilnahme an diesen Plänen nicht im besten Interesse des Klubs, unserer Fans oder der breiten Fußball-Gemeinschaft ist", erklärte der Klub in einer Mitteilung.

+++ Liverpool verliert Sponsor +++

Nicht nur die Spieler des FC Liverpool haben den Verantwortlichen klare Kante zum Thema Super League gezeigt.

Nun zog auch der erste Sponsor des englischen Traditionsvereins Konsequenzen. Der Uhrenhersteller Tribus verkündete auf Twitter seinen Rückzug.

"Als offizieller Partner des FC Liverpool und ein Familienberieb mit lebenslangen Fans kann Tribus die Entscheidung der Klubeigner nicht mittragen, in einen neuen Wettbewerb zu gehen - die Super League", hieß es in einem Statement des Unternehmens auf Twitter.

Eine Begründung mit einem klaren Seitenhieb lieferte das Unternehmen auch noch: "Fußball gehört den Fans und verbindet uns alle. Es sollte niemals den Wenigen zu Gute kommen."

+++ Liverpool-Profis mit klarem Statement +++

Mannschaftskapitän Jordan Henderson vom englischen Meister FC Liverpool zeigt klare Kante gegen die Super League!

Der Mittelfeldspieler postete am Abend im Namen seines Teams ein klares Statement auf seinem Twitter-Account. "Wir mögen das nicht und wollen nicht, dass es passiert. Das ist Meinung von uns allen", stellte er klar.

Henderson weiter: "Unsere Verbindung zu diesem Fußball-Klub und seinen Fans ist absolut und bedingungslos!".

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Seine Teamkollegen machten es ihm wenig später nach und posteten die gleiche Botschaft.

+++ Krisensitzung der Super-League-Klubs

Die zwölf Super-League-Klubs wollen Medienberichten zufolge noch am späten Dienstagabend eine Krisensitzung abhalten. Das berichten die spanische Sporttageszeitung El Mundo Deportivo, die dem FC Barcelona nahesteht, und die italienische Gazzetta dello Sport.

Demnach solle die Sitzung um 23.30 Uhr MESZ beginnen. Zuvor hatte es in England und Spanien Berichte über einen Rückzug von Manchester City, dem FC Chelsea und Atletico Madrid aus der neuen Superliga des europäischen Fußballs gegeben. Bayern München, Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain hatten klare Absagen erteilt.

+++ ManUnited-Legende feiert +++

Gary Neville, in den vergangenen Tagen einer der schärfsten Kritiker der Super League, gönnt sich nach den aktuellen Meldungen rund um eine bevorstehende Auflösung genüsslich ein Gläschen Rotwein.

"Auf die Super League", schrieb der langjährige ManUnited-Profi dazu auf Twitter.

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"Das ist eine absolute Schande! Wir müssen die Macht in diesem Land den Vereinen an der Spitze dieser Liga entreißen - und das schließt meinen Verein ein. Das ist pure Gier, das sind Hochstapler", hatte Neville Anfang der Woche in seiner Funktion als TV-Experte bei Sky kommentiert. (REAKTIONEN: Scharfe Kritik an der Super League)

+++ United-Boss tritt offenbar zurück +++

Das Super-League-Beben hat erste personelle Konsequenzen: Laut übereinstimmenden Medienberichten ist der umstrittene ManUnited-Boss Ed Woodward infolge der massiven Kritik an der Teilnahme der Red Devils an der Super League zurückgetreten

Woodward gilt als engster Vertrauter der Glazer-Familie, in deren Besitz sich Manchester United seit 2005 befindet, 2013 wurde Woodward zum CEO ernannt. Bei den United-Fans war Woodward jedoch seit jeher umstritten.

+++ Auch ManCity will wohl raus +++

Nach dem FC Chelsea plant laut übereinstimmenden englischen Medienberichten auch Manchester City den Rückzug aus der Super League.

Dazu passend twitterte City-Star Kevin De Bruyne am Dienstagabend ein ausführliches Statement, in dem er sich sehr kritisch zur Idee hinter dem umstrittenen Projekt äußerte.

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+++ Chelsea macht den Anfang +++

Wie die BBC zuerst berichtete, haben die Blues als erster Verein ihren Rückzug aus der Super League geplant, entsprechende Unterlagen sollen bereits vorbereitet worden sein.

Vor dem Heimspiel des FC Chelsea gegen Brighton & Hove Albion hatten am Dienstagabend mindestens 1000 aufgebrachte Fans an der Stamford Bridge gegen die Super League protestiert. Der Anpfiff musste um eine Viertelstunde verschoben werden, weil die Busankunft der Mannschaften durch die Fans verzögert wurde.