Trautwein hält die Super League für unrealistisch
Trautwein hält die Super League für unrealistisch © FIRO/FIRO/SID
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Dennis Trautwein betrachtet die Ankündigung der Gründung einer Super League durch Fußball-Spitzenklubs als einen rein strategischen Schachzug.

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Vermarktungsexperte Dennis Trautwein betrachtet die Ankündigung der Gründung einer Super League durch zwölf europäische Fußball-Spitzenklubs als einen rein strategischen Schachzug. "Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses Konstrukt zum Leben erweckt wird", sagte der Managing Director der global operierenden Agentur Octagon dem SID. "Das ist ein Power Move dieser Klubs. Diese Klubs wollen sicherstellen, dass sie einen größeren Teil des Kuchens bekommen. Ich glaube nicht, dass dies in dieser Form das Tageslicht erblicken wird."

Grundsätzlich sieht Trautwein in der Super League ein "globales Produkt, das auch kommerziell funktionieren würde", trotz der Ablehnung vieler Anhänger in Europa. "Die Fans in den anderen Märkten würden das mit Sicherheit honorieren, sie haben auch nicht diese enge Bindung, die in den Heimatmärkten der Vereine besteht." Als Verantwortlichem der abtrünnigen Klubs würde ihm die Ablehnung der Anhänger im Heimatmarkt allerdings "Sorgen bereiten, weil es an die Seele der Vereine geht". Octagon vertritt weltweit auch große Fußball- und Olympia-Sponsoren.

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Dass die Hauptgeldgeber der Super League aus den USA kommen, ist laut Trautwein kein Zufall. Ein Businessmodell, wie es für die Super League geplant ist, habe sich dort "bewährt", sagt er.