Florentino Perez und Andrea Agnelli sind die großen Verlierer der geplatzten Super League
Florentino Perez und Andrea Agnelli sind die großen Verlierer der geplatzten Super League © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Imago/kiosko.net
Lesedauer: 7 Minuten

Die Super League ist bereits nach einem Tag offenbar wieder Geschichte. Das wird international bejubelt. SPORT1 zeigt die Pressestimmen.

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Die Super League ist kurz nach ihrer Gründung schon wieder zerbrochen, doch der Ton in den internationalen Medien ist weiter scharf. (Sonnenkönig Pérez und seine Ruinen)

Die englischen Zeitungen bewerten den "Kollaps" der geschlossenen Eliteliga als "Sieg für die Fans".

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Aber auch andere europäische Medien weisen die beteiligten Teams für ihre Planungen zurecht.

Kurzum: Einen Tag nach der großen Bestürzung ist die Stimmung in Freude umgeschlagen. (Super League: Die internationalen Pressestimmen zum neuen Wettbewerb am Tag nach der Verkündung)

Die internationalen Pressestimmen:

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ENGLAND

Daily Mail: "Die Gier wurde besiegt. Die gierigen Fußballbosse wurden in der vergangenen Nacht gezwungen, ihre Pläne für eine abtrünnige Liga aufzugeben, nachdem es zu Fanprotesten gekommen war. Manchester City und Chelsea haben dramatisch das Handtuch geworfen."

Sun: "Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen, auf Wiedersehen. Ein Sieg für die Fans. Die European Super League ist ruiniert, nachdem Manchester United, Arsenal, Chelsea, Tottenham, Liverpool und Manchester City in der Nacht dramatisch zurückgezogen haben. Die FA, UEFA und Premierminister Boris Johnson haben sich dem Freudenchor angeschlossen, während Man United bestätigte, dass der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Ed Woodward den Verein am Jahresende verlässt."

The Guardian: "Die Fans jubeln. Chelsea und Manchester City haben dramatisch ihren Rückzug aus dem Wettbewerb angekündigt, als sie von dem Widerstand der Fans und der Regierung überrascht worden sind."

Mirror: "Neue Hoffnung für den Fußball. Manchester City und Chelsea haben ihren Ausstieg aus der European Super League in der letzten Nacht bestätigt. Prinz William und Boris Johnson waren unter denen, die sich gegen die Pläne der Milliardäre ausgesprochen haben."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Super League, Super-Flop. Die Superliga überlebt nicht mehr als 48 Stunden und stellt einen einmaligen Rekord auf: Sie hat die Opposition der Politik, des EU-Parlaments, der sportlichen Institutionen sowie aller internationalen Medien, der Tifosi und Spieler geweckt. Sogar die Klubs, die ursprünglich das Projekt befürwortet hatten, ziehen sich zurück."

Corriere dello Sport: "Die Super League stirbt, bevor sie überhaupt entstanden ist. Ein extremer Versuch, eine Allianz zu kitten, die bereits in die Brüche gegangen ist, ist gescheitert. Politik, sportliche Institutionen und Tifosi haben in weniger als 48 Stunden die Kreatur von Florentino Perez und Andrea Agnelli getötet. Chelsea hat die Front zerschlagen, kurz daraufhin sind bei Manchester City Bedenken aufgetreten. Die Fans und Boris Johnson zwingen die englischen Klubs zum Rückzug."

Tuttosport: "Agnellis Projekt zerbröselt. Der tödliche Hieb kommt von dem reichstem Markt, dem englischen, wo die Umsätze undenkbar sind. Ein rechtlicher Kampf wäre voller Risiken, der Imageschaden bei den Fans zu groß. Und so machen die englischen Klubs einen Rückzieher." 

La Repubblica: "Ein verzweifelter Schritt, der verheerende Folgen haben könnte. Zwölf Klubs, in einer enormen Verschuldung vereint, haben 48 Stunden lang den europäischen Fußball in Schach gehalten. Doch die Flucht vor der UEFA ist gescheitert. Das elitärste Projekt in der Geschichte des europäischen Fußballs ist eingebrochen, denn nicht einmal die Elite kann Zusammenhalt bewahren." 

Corriere della Sera: "Super-Flucht von der Super-Liga, die noch nicht geboren ist und bereits bröckelt. Die englischen Klubs zittern vor der Aussicht eines Gesetzes, um das Projekt zu stoppen. Der Fußball der Eliten hat keine Zukunft."

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SPANIEN

Marca: "Super Lächerlichkeit. Das von Florentino Perez angeführte Projekt scheitert in 48 Stunden. Der Druck der englischen Fans mit dem Aufschrei 'der Fußball gehört den Fans' erlegt die pharaonische Super League. Manchester City, Chelsea, Manchester United, Tottenham und Arsenal verlassen geschlossen das Schiff. Bayern und PSG blieben beim Nein. Real, Atletico und Barca stecken jetzt in der Bredouille. Die Super League ist tödlich verletzt. Da gibt es höchstwahrscheinlich kein Zurück mehr."

AS: "England bringt die Super League zum Platzen. Die sechs englischen Klubs machen einen Rückzieher aufgrund des Drucks seitens der Fans und der Regierung angeführt von Boris Johnson. Ihre Entscheidung wurde nachts nach einer Konferenz aller zwölf beteiligten Vereine bekannt. Auch diverse bekannte Spieler wie De Bruyne, Milner, Henderson oder Alexander-Arnold positionierten sich gegen die Super League."

El Mundo Deportivo: "BREXIT. Die englischen Klubs, angeführt von Manchester City, ziehen sich zurück und nehmen das Projekt von Florentino Perez auseinander. Es gab eine Notkonferenz zwischen den zwölf beteiligten Klubs, bei der es keine Einigung gab. Es scheint der Todesstoß für diesen Wettbewerb zu sein. Barca ist momentan immer noch dabei, es gibt hier keinen Impuls, um das von Perez angeführte Projekt zu verlassen."

Sport: "Die Super League bricht auseinander. Alle englischen Klubs (City, United, Chelsea, Arsenal, Liverpool und Tottenham) kündigen offiziell an, dass sie an der Super League nicht teilnehmen werden. PSG und Bayern weigern sich ebenfalls, daran teilzunehmen, weswegen das von Florentino Perez angeführte Projekt eine Totgeburt erleidet. Die verbleibenden Vereine, speziell die Spanier, sind weiterhin davon überzeugt, dass der aktuelle Status Quo des europäischen Fußballs verändert werden muss."

FRANKREICH

L'Equipe: "Das ist Fußball! Am Ende eines Tages, an dem Fans, Trainer und Spieler in England gegen den Verrat der Klubeigentümer zusammenstanden, gaben Manchester City, Arsenal, Liverpool, Tottenham, Manchester United und Chelsea auf und gefährden das Projekt der Super League."

Le Figaro: "Das Projekt der European Super League ist nach dem Rückzug der englischen Vereine tot geboren. Die Organisatoren sind jedoch noch nicht entwaffnet. Das in den Medien, von Spielern und natürlich der Fans kritisierte elitäre Projekt schwebt im Dunkeln."

SCHWEIZ

Tagesanzeiger: "Die Super League kracht zusammen, bevor sie starten kann. Nach knapp 48 Stunden und einem Proteststurm in der tiefsten Krise des europäischen Fußballs steht die Super League schon wieder vor dem Kollaps. Nach massiven Anfeindungen und lautstarken Demonstrationen auf der Straße sind fast die Hälfte der Klubs aus dem Milliarden-Projekt ausgestiegen."

Blick: "Super League zerfällt in Einzelteile! Die Nacht, die aus der Super League eine Super Blamage machte. Manchester City leitete Dienstagabend als erster Klub offizielle Schritte für den Ausstieg ein. Danach folgte eine dramatische Kettenreaktion."

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ÖSTERREICH

Kleine Zeitung: "Super League vor Kollaps: Die Fans feiern bereits. Das Projekt einer europäischen Fußball-Super-League ist schon zwei Tage nach seinem Bekanntwerden in sich zusammengebrochen. Manchester City erklärte am Dienstagabend seinen Rückzug von der umstrittenen Eliteliga, wenig später folgten Liverpool, Arsenal, Manchester United, Tottenham und kurz darauf auch Chelsea. In Spanien und Italien waren die Reihen ebenfalls nicht mehr geschlossen."