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Erling Haaland äußert sich zu seinem wütenden Abgang gegen Köln. Von einem möglichen WM-Boykott hält der Stürmerstar wenig.

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Wunderknabe Erling Haaland steht einem möglichen WM-Boykott der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft kritisch gegenüber.

"Ich habe mich darüber noch nicht ausreichend informiert und muss das noch mit meinen Teamkollegen diskutieren. Aber ich habe Lust, mit Norwegen Turniere zu spielen", sagte der Jungstar von Borussia Dortmund am Montag im Trainingslager des Landslaget im spanischen Marbella.

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"Am Mittwoch geht's los", ergänzte Haaland mit Blick auf das erste Spiel in der WM-Qualifikation bei Fußball-Zwerg Gibraltar: "Ich will mit diesem Land zu Turnieren und hoffe, dass wir das irgendwann schaffen werden."

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Mehrere norwegische Erstligisten und eine breite Fan-Basis haben sich der vom Klub Tromsö IL ins Leben gerufenen Boykott-Bewegung angeschlossen. Die Vereine und Anhänger sehen die WM-Vergabe an den Wüstenstaat wegen der dortigen Menschenrechtslage als schwerwiegenden Fehler an. Der norwegische Verband NFF will über die Frage auf einer außerordentlichen Versammlung am 20. Juni abstimmen.

Haaland erklärt seinen Wut-Abgang

Haaland entschuldigte sich auch dafür, dass er seinem Kölner Gegenspieler Jorge Meré nach dem enttäuschenden 2:2 beim FC am Samstag sein Trikot vor die Füße geworfen hatte.

"Ich gebe gerne zu, dass das ein bisschen die falsche Reaktion war", sagte der 20-Jährige, "aber ich hatte mich nicht mehr ganz unter Kontrolle, ich war so wütend." Mere habe "um das Trikot gebeten - und er hat es bekommen", ergänzte er (SERVICE: Tabelle der Bundesliga).

Direkt nach dem Abpfiff hatte Haaland sein Trikot Meré entgegen geworfen und war wutentbrannt in Richtung Kabine gestapft.

Auf dem Weg zum Spielertunnel lief der Norweger an Trainer Edin Terzic vorbei, klatschte nicht ab, zog sich stattdessen das weiße Stirnband ab und schüttelte ungläubig den Kopf.

Terzic versteht Haalands Wut

Trotz seines Doppelpacks war der BVB nicht über 2:2 hinausgekommen - zu wenig für die Ambitionen des Klubs, zu wenig für den Stürmer. Schon in der Halbzeitpause soll Haaland richtig sauer gewesen sein. "F*** this bullshit!" soll der Angreifer laut einigen Anwesenden im Spielertunnel gerufen haben.

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Über Haalands Wut-Anfälle sagte Terzic: "Erling hatte fünf Abschlüsse und macht wieder zwei Tore. Trotzdem sieht man seine Enttäuschung heute, weil er den Platz mit drei Punkten verlassen wollte. Dieser Siegeswille zeichnet ihn aus. Das zeigt er uns jeden Tag und euch ein oder zwei Mal die Woche."

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