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München - Lange galt Ousmane Dembélé als Problemfußballer. Für Frankreich überzeugt der Ex-Dortmunder nun in der WM-Quali und setzt seinen Trend aus Barcelona fort.

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Es ist noch keine Woche her, dass Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps Ousmane Dembélé in aller Öffentlichkeit in die Pflicht nahm. 

Dembélé könne "mehr tun", befand Deschamps in aller Kürze und Deutlichkeit.

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Dembélé leitet Frankreich-Sieg gegen Kasachstan ein

Der 23 Jahre alte frühere Dortmunder hat sich die Worte offenbar zu Herzen genommen. Frankreichs wenig glanzvollen 2:0-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Kasachstan leitete Dembélé mit seinem Tor zum 1:0 ein und war auch darüber hinaus einer der auffälligsten Spieler im Team des Weltmeisters.

Das sah auch Deschamps so. "Dembélé hat ein gutes Spiel gemacht und sich mit seinem Tor belohnt. Er ist auf dem richtigen Weg", erklärte Deschamps am späten Sonntagabend.

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Das hörte sich zwar nicht überschwenglich an, Lobeshymnen auf Dembélé stimmte dafür Frankreichs Presse an.

"Das ist der Dembélé, den wir lieben", titelten Le Parisien und France Football unisono und L'Équipe schrieb: "Dembélé zeigt endlich seine Stärken."

Dembélé: Leistungsträger beim FC Barcelona

Was jetzt auch für Frankreichs Nationalmannschaft gilt, hatte Dembélé schon in den vergangenen Wochen beim FC Barcelona gezeigt. Der einstige Problemfußballer, der sich 2017 von Dortmund nach Barcelona gestreikt hatte, hat sich im Starensemble der Katalanen allmählich zum Stammspieler und Leistungsträger aufgeschwungen.

Dembélé ist gereift, wie er zuletzt selbst zugab. "Als ich in Barcelona angekommen bin, war ich sehr zerbrechlich", sagte er in einem Interview mit UEFA.com. Ein schlechter Lebensstil, Undiszipliniertheiten - all das scheint der Vergangenheit anzugehören.

Auf dem Platz habe er auch von Barca-Trainer Ronald Koeman profitiert. "Ich habe Ratschläge bekommen, wann ich angreifen soll, wann ich mit dem Ball ruhig blieben soll", erklärte Dembélé.

Koeman gilt als Trainer, der Barcas teuere Problemfußballer wieder in die Spur bringt. Das gilt neben Antoine Griezmann und Frenkie de Jong auch für Dembélé.

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BVB profitiert von Dembélés Aufwärtstrend

Zwar schied Barca in der Champions League bereits im Achtelfinale gegen PSG aus. Doch in La Liga liegt man hinter dem zwischenzeitlich bereits enteilt scheinenden Atlético Madrid mit nur noch vier Punkten Rückstand auf Platz zwei.

Von Dembélés Aufwärtstrend profitierte im Februar übrigens auch der BVB. Nach seinem 100. Pflichtspiel für die Katalanen wurde die letzte ausgehandelte Bonuszahlung in Höhe von fünf Millionen Euro nach Dortmund fällig.

Dembélés Zukunft liegt wohl weiter in Barcelona. Der neue Präsident Joan Laporta hat bereits angekündigt, Dembélés bis 2022 laufenden Vertrag verlängern zu wollen.

Ob in Frankreich oder in Barcelona - plötzlich wird Dembélé überall geliebt.