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Ibrahim Afellay spielte ein Jahr unter Roger Schmidt bei PSV Eindhoven. Der inzwischen zurückgetretene Niederländer lässt in einer TV-Sendung kein gutes Haar am Deutschen.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da spielte Ibrahim Afellay selbst noch für die PSV Eindhoven.

Ausgebildet bei den Niederländern, wechselte der hochveranlagte Offensivspieler mit 24 zum FC Barcelona. Doch der erhoffte Durchbruch blieb – auch verletzungsbedingt – aus. Nach Leihstationen bei Olympiakos Piräus und Schalke 04 wechselte Afellay 2015 in die Premier League zu Stoke City.

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2019 kehrte er dann zur PSV zurück. Er kam allerdings nur auf vier Einsätze, sein Einjahresvertrag wurde nicht verlängert. Anfang 2021 folgte dann das Karriereende mit 34. Die Spiele Eindhovens verfolgt Afellay weiterhin. In einer TV-Sendung machte das einstige Supertalent jetzt klar, was er vom deutschen Trainer an der Seitenline des niederländischen Vizemeisters hält – nicht viel.

Afellay: "Leute würden mich für verrückt erklären"

"Es wäre verrückt, wenn ich sagen würde, dass seine Entscheidungen erklärbar und logisch sind. Dann würden die Leute mich für unzurechnungsfähig halten", lederte Afellay in der niederländischen TV-Sendung Studio Voetbal gegen Schmidt.

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Am Wochenende hatte PSV eine Führung gegen ADO Den Haag in der Nachspielzeit hergeschenkt. Im zentralen Mittelfeld vertraut Schmidt auf das Duo Ibrahim Sangaré und Pablo Osario. Eine Kombination zweier defensiv ausgerichteter Akteure, die Afellay sauer aufstieß, weil sie ihm zufolge dem Spielaufbau mehr schadet als nutzt. "Offensichtlich hat er (Schmidt, Anm. d. Red.) nicht die taktischen Fähigkeiten, um so zu denken, denn er lässt diese Jungs jedes Mal auf dem Platz", wetterte Afellay.

"Wie kann man dominieren, wenn man zwei Spieler im Zentrum hat, die immer wieder für Ballverluste verantwortlich sind? Sangaré ist der Schlimmste von ihnen", schimpfte Afellay. Man brauche Spieler, die beständig seien, die die richtigen Entscheidungen träfen und zuverlässig seien. "Sie sind alles andere als das."

Ausreden eines Spitzenklubs nicht würdig

Mit dem Ergebnis gegen Den Haag, das PSV im Meisterkampf gegen Konkurrent Ajax Amsterdam weiter ins Hintertreffen rücken ließ, war Afellay alles andere als zufrieden. "Sie können ihren Anhängern doch nicht verkaufen, dass Sie ein gutes Spiel gemacht haben! Sie verschenken einfach zwei Tore gegen ADO. Man muss es einfach gewinnen, so oder so. Immer diese Ausreden."

Schmidt suche nach Misserfolgen immer nach Ausflüchten, ist Afellays Tenor. Nach der Pokalpleite seiner Mannschaft gegen Ajax unter der Woche hatte Schmidt die Abschaffung des Videoassistenten gefordert. "Für was brauchen wir den VAR? Schafft ihn ab. Es war eine zweijährige Testphase", hatte Schmidt nach dem Spiel erklärt.

Für Afellay sind diese Aussagen ein Unding. "Das ist eines Spitzenklubs nicht würdig", kritisierte er. "Erst ist es wieder der Linienrichter, dann ist es der VAR, später ist es der Spielplan, am Ende ist ein Spieler krank, schwach oder krank. Es hört einfach nicht auf, nicht wahr?"