Villas-Boas ist nicht mehr OM-Trainer
Villas-Boas ist nicht mehr OM-Trainer © AFP/SID/CHRISTOPHE SIMON
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Das Chaos bei Olympique Marseille ist nach einem Transfer-Streit und der damit verbundenen Rücktrittsankündigung von Andre Villas-Boas perfekt.

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Das Chaos beim französischen Fußball-Vizemeister Olympique Marseille ist nach einem bizarren Transfer-Streit und der damit verbundenen Rücktrittsankündigung von Trainer Andre Villas-Boas perfekt. "Ich will nichts von OM, kein Geld. Ich will einfach nur weg", sagte der Portugiese am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Vorausgegangen war der Wechsel des ehemaligen französischen U21-Nationalspielers Olivier Ntcham von Celtic Glasgow zu OM, den die Franzosen kurz vor Ende der Transferperiode bekannt gaben. Dabei handelten die Olympique-Verantwortlichen bei der Verpflichtung offenbar gegen den ausdrücklichen Willen des Trainers.

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"Ich habe es heute nach dem Aufstehen aus der Presse erfahren", sagte Villas-Boas: "Ich habe die Entscheidung nicht getroffen, ich habe mit der Entscheidung nichts zu tun. Ich habe mich ausdrücklich gegen den Spieler ausgesprochen, er war nie auf unserer Liste. Deshalb habe ich heute meinen Rücktritt eingereicht."

Die neuerlichen Querelen passen in das derzeitige Bild des südfranzösischen Klubs. In der Liga ist OM nach drei Niederlagen in Serie auf Platz neun abgerutscht, zudem sorgten Fan-Ausschreitungen am Wochenende für Negativschlagzeilen.

Hunderte aufgebrachte Anhänger hatten sich am Samstag gewaltsam Zutritt zum Trainingsgelände verschafft und nach Klub-Angaben einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht. Der seit Wochen schwelende Protest richtet sich gegen die Vereinsführung und besonders gegen den in Paris geborenen OM-Präsidenten Jacques-Henri Eyraud. 25 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen, das Ligaspiel am Samstag gegen Stade Rennes abgesagt.