Alan Ruschel wurde 2017 von Papst Franziskus empfangen
Alan Ruschel wurde 2017 von Papst Franziskus empfangen © Imago
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Bei einem Flugzeugabsturz 2016 kam fast das komplette Team von Chapecoense ums Leben. Nun hat der Klub seinen Wiederaufstieg auf spezielle Weise gekrönt.

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Im November 2016 schrieb die Associacao Chapecoense de Futebol aus traurigen Gründen weltweit Schlagzeilen: Eine Flugzeugkatastrophe kostete einen Großteil der brasilianischen Mannschaft das Leben - als es gerade auf dem Weg zum Finale der Copa Sudamericana war.

Nun ist das neu aufgebaute Team zurück in der höchsten Spielklasse des Landes. Und den bereits feststehenden Aufstieg rundete es in der Nacht zum Samstag auf besondere Weise ab: Ein Panenka-Elfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit machte Chapecoense auch zum Meister der Serie B.

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"Wenn es nicht so wäre, ist es nicht Chapecoense"

Bis kurz vor Abpfiff war die Partie gegen AD Confianca Aracaju auf der Kippe gestanden, das Tor von Anselmo Ramon zum 3:1 entschied es.

"Wenn es nicht so wäre, ist es nicht Chapecoense", sagte Kapitän Alan Ruschel.

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Der 31-Jährige war einer von sechs Überlebenden der Katastrophe im November 2016 mit 71 Todesopfern - und ist nach mehreren Leihstationen inzwischen wieder Teil des Teams aus der 225.000-Einwohner-Stadt Chapeco, dessen Geschichte auch nach dem Absturz bewegt blieb. Zuletzt erschütterte den Klub der Tod des Präsidenten Paulo Magro infolge einer Corona-Infektion.

Alan Ruschel letzter noch aktiver Überlebender

Zahlreiche Klubs und auch Stars wie Ronaldinho hatten Chapecoense angeboten, beim Neuaufbau zu helfen, nachdem 19 Spieler, 14 Mitglieder des Trainerstabes und neun Klubverantwortliche beim Absturz gestorben waren. Auch eine dreijährige Nichtabstiegs-Garantie wurde dem Verein angeboten, der das jedoch abgelehnt hatte.

2019 stieg Chapecoense aus Brasiliens erster Liga ab, hat sich nun aber direkt zurückgekämpft. Kapitän Ruschel ist der letzte Überlebende des Absturzes, der noch spielt: Helio Neto versuchte ein Comeback, musste es aber wegen zu großer Knieprobleme abbrechen, Torhüter Jakson Follman - dessen Karriere wegen einer Unterschenkel-Amputation vorbei war - machte später unter anderem mit einem Auftritt in einer Gesangsshow auf sich aufmerksam.

"Die Truppe von 2016 bleibt für immer in meinem Herzen", blickt Ruschel nun zurück: "Die von heute aber auch. Ich habe einmal mehr meinen Namen in die Geschichtsbücher des Klubs geschrieben."

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Mit Sportinformationsdienst (SID)