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Mario Götze steht vor seinem Debüt bei der PSV Eindhoven. Auch wenn Trainer Roger Schmidt die Euphorie um den Ex-BVB-Star bremst, sind die Erwartungen hoch.

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Mario Götze verschränkt die Arme vor der Brust, sein Blick verrät Entschlossenheit: Auf dem Cover des niederländischen Fußballmagazins Voetbal International macht Götze in seinem neuen, rot-weißen Eindhoven-Trikot schon einmal eine gute Figur. "Supermario lenkt alle Aufmerksamkeit auf PSV" steht darunter in fetten, gelben Buchstaben.

Kein Zweifel: Die Vorfreude auf das Debüt des WM-Helden ist riesig. Wenn er am Sonntag um 16.45 Uhr in Zwolle aufläuft oder zumindest eingewechselt wird, werde die "Götze-Mania" losbrechen, vermutet das Magazin in seiner großen Reportage.

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Das anstehende Debüt des Rio-Helden von 2014, der die Champions League gewinnen wollte, aber in der beschaulichen Eredivisie landete, wird promotet wie eine Seifenoper. Folge 1: "Ein Instinktfußballer auf der Suche nach sich selbst." (Voetbal International)

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Schmidt: "Mario noch nicht hundertprozentig fit"

Es wäre verwunderlich, wenn Trainer Roger Schmidt seinen neuen Anführer im Mac3Park-Stadion von PEC Zwolle nicht zumindest als Joker vorstellen würde. Darum, ob Götze bereits "wedstrijdfit" sei, also körperlich voll auf der Höhe, wird allerdings gerätselt. Er wolle "fit werden und den Meistertitel holen", sagte Götze Voetbal International, "und dann denke ich erst an die Nationalmannschaft."

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"Mario ist noch nicht hundertprozentig fit, das ist logisch", sagte Schmidt auf der Pressekonferenz am Freitag. Er habe aber nach seinem Abschied von Borussia Dortmund weiter hart trainiert. Dennoch: "Mario fehlt noch die Spielpraxis", sagte Schmidt. . 

Das Vertrauen in seine Fähigkeiten scheint Götze auch bei der "Eindhovense Voetbalvereniging Philips' Sport Vereniging" nicht abhanden gekommen zu sein.

In einem extrem jungen Kader, dem fünf weitere Deutsche angehören (darunter der frühere Augsburger Philipp Max), soll der 28-Jährigeeinerseits seine bekannten technischen Qualitäten ausspielen - er soll aber auch Leitwolf sein. Daher will er auch "nicht ständig nach Deutschland reisen, sondern in Eindhoven wohnen."

Götze will ins zentrale Mittelfeld

Die Niederländer nennen den PSV-Stil "chaosvoetbal" und ziehen Vergleiche zur Jürgen-Klopp-Methode. Hohes Pressing, viel Stress für den gegnerischen Ballführenden, blitzschnelles Umschalten. Allerdings werden viele Gegner tief stehen, sie werden "inzakken", also absinken, und wenn es dann eng wird, kann Mario Götze "in de kleine ruimte" schnelle, direkte Lösungen finden. So stellen sie sich das vor.

Götze selbst sieht sich im zentralen Mittelfeld, "da bin ich am stärksten." Möglicherweise wird er noch ein wenig vorgezogen, auf eine Position, die vor einigen Jahren als "falsche Neun" populär wurde. Die Niederländer nennen sie "halve 10", Götze versichert: "Solch eine kann ich sein."

In Noord-Brabant im Süden der Niederlande könnte er ein Glück finden, das ihm seit seinem Tor zum WM-Titel zumindest fußballerisch verschlossen geblieben ist. Götze hat sich eine relativ kleine Bühne gesucht, was viele Vorteile hat, aber auch den Nachteil, dass alles Licht fast nur auf ihn fällt. Die Kunst wird es sein, auch dann noch eine gute Figur zu machen.