Bei Flamengo haben sich wohl 19 Spieler schon infiziert
Bei Flamengo haben sich wohl 19 Spieler schon infiziert © Imago
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Bei CR Flamengo geht das Coronavirus ungebremst um. Doch der brasilianische Meister muss dennoch spielen, weil Verband und Gegner stur bleiben.

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Der Sportgerichtshof STJD gibt grünes Licht, der nationale Fußballverband CBF hält sich stur ans Protokoll, der Gegner ignoriert die Ansteckungsgefahr - und das, obwohl bei Brasiliens Meister CR Flamengo das Coronavirus ungebremst grassiert.

Aus Klubkreisen wurden am Freitag neun weitere Fälle kolportiert, laut dem Internetportal GE sind es schon 41, die nach der Ecuador-Reise positiv auf COVID-19 getestet wurden, darunter 19 Spieler.

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Am Freitag lehnte STJD-Richter Otavio Carneiro vor Bekanntgabe der neuen Zahlen die Absage der Erstliga-Partie am Sonntag bei SE Palmeiras in Sao Paulo ab und warf dem Traditionsklub aus Rio de Janeiro ein "persönliches und egoistisches Interesse" vor. Flamengo legte noch am Abend Einspruch gegen das Urteil ein.

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"Weitere Personen infiziert. Es hört nicht auf. Bedauerlich die Entscheidung der Behörden", schrieb Vize-Präsident Rodrigo Dunshee erbost auf Twitter.

Klubboss Rodolfo Landim nannte am Freitag im Interview mit SportTV die lasche Handhabung in den Hotels mit stets eingeschalteter Klimaanlage ohne Einrichtung abgesicherter Bereiche bei den beiden Libertadores-Cup-Spielen in Ecuador als Auslöser des Virus-Ausbruchs. Zudem läge eine zu lange Phase zwischen den vom kontinentalen Verband Conmebol ausgeführten Tests und dem Anpfiff der Partien.

Die CBF legte jedoch am Donnerstag definitiv fest: Stehen 13 gesunde Spieler mit negativem Coronavirus-Test zur Verfügung, findet die Partie statt.

Am gleichen Tag bekräftigten die Palmeiras-Spieler in einem Kommunique: "Wir verspüren im Zusammenhang mit der angesprochenen Partie in keiner Weise irgendeine Gefahr für unsere Gesundheit." Und das, obwohl die Zahlen der Corona-Infizierten bei Flamengo weiter steigen.