Aleksander Ceferin ist seit 2016 Präsident der UEFA
Aleksander Ceferin, Präsident der Uefa, hat zwei arbeitsreiche Tage vor sich © Getty Images
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Am Mittwoch tagt das Exekutivkomitee der Uefa. Auf der Agenda stehen unter anderem die Europacup-Wettbewerbe und die Ansetzung der Länderspiele im Herbst.

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Die Europäische Fußball-Union (Uefa) entscheidet bei der Sitzung ihres Exekutivkomitees am heutigen Mittwoch über die Fortsetzung der Europacup-Wettbewerbe und die Ansetzung der Länderspiele im Herbst. Aber es stehen noch eine Reihe weiterer Punkte auf der Tagesordnung.

Die Liste ist lang. So lang, dass die Entscheidungsträger im Uefa-Exekutivkomitee gleich an zwei Tagen vor den Bildschirmen sitzen und den europäischen Fußball für die Zukunft ausrichten müssen.

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Die Hauptarbeit steht DFB-Vizepräsident Rainer Koch und seinen Kollegen allerdings am "Mammut-Mittwoch" bevor, allein zehn von insgesamt 13 Ordnungspunkten werden an diesem Tag abgearbeitet - und die haben es teilweise in sich.

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Mit großer Spannung wird zunächst erwartet, wie es im Europacup weitergeht. Wann, wo und wie werden die wegen der Coronakrise seit Mitte März ausgesetzten Champions sowie Europa League fortgesetzt? Bis ins letzte Detail sind die Pläne der Europäischen Fußball-Union wahrscheinlich noch nicht beschlossen, wie so oft sind Grundzüge aber schon vor der dreistündigen Videokonferenz durchgesickert.

CL-Endspiel wohl in Lissabon

So soll sich Portugals Hauptstadt Lissabon bei der Austragung des Finalturniers in der Königsklasse gegen seinen Mitbewerber Frankfurt durchgesetzt haben. Der Sieger der Europa League wird dagegen wohl in Nordrhein-Westfalen gekürt. Beide Turniere sollen im August im K.o.-System (jeweils ohne Rückspiel) über die Bühne gehen, das Endspiel der Champions ist für den 23. August anvisiert.

Eigentlich waren die Finals der beiden Wettbewerbe nach Istanbul (Champions League) und Danzig (Europa League) vergeben worden, die Corona-Pandemie durchkreuzte aber die Uefa-Pläne.

Besonders interessiert an den neuen Absichten sind neben dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Bundesligisten RB Leipzig, Bayern München (beide Champions League) sowie Bayer Leverkusen, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt (alle Europa League). RB steht bereits im Viertelfinale, für Bayern ist die Hürde nach dem klaren Sieg im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Chelsea (3:0) nicht mehr allzu hoch.

Rechtliche Klarheit über Verträge

Alle noch im Wettbewerb verbliebenen Mannschaften wollen ganz bestimmt aber auch rechtliche Klarheit über den Einsatz ihrer Spieler. Einige Verträge laufen schließlich am 30. Juni aus, mitunter haben die Spieler auch schon bei einem anderen Klub unterschrieben. Die Bild berichtete am Dienstag, dass Nationalspieler Timo Werner im Falle eines Wechsels zum FC Chelsea in der Champions League nicht mehr für die Sachsen auflaufen würde.

"Es wäre für alle ein Erlebnis, wenn man mit den Spielern, mit denen man vorher Erfolge gefeiert hat, auch die Champions League zu Ende spielen kann", sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann zuletzt.

Länderspiele im Oktober?

Keine rechtlichen, sondern vielmehr terminliche Herausforderungen muss die UEFA mit Blick auf die vielen Länderspiele im Herbst bewältigen. Die Spiele der deutschen Auswahl in der Nations League gegen Spanien (3. September) und in der Schweiz (6. September) stehen auf der Kippe, beide könnten im Oktober und November nachgeholt werden.

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Das würde den Profis etwas Pause vor dem Beginn der neuen Saison bieten - aber irgendwo müssen ja auch noch die Play-offs für die paneuropäische EM im kommenden Jahr untergebracht werden. Wo genau die EM ausgespielt wird, dürfte ebenfalls ab Mittwoch klar sein.

Neun der vorgesehenen zwölf Gastgeberstädte haben bereits grünes Licht für die Endrunde (11. Juni bis 11. Juli) gegeben, Unklarheit soll unter anderem vor allem im nordspanischen Bilbao herrschen.

Die baskische Küstenstadt könnte Ende August aber bereits Gastgeber eines wichtigen Uefa-Wettbewerbs werden - wenn das Exko die Pläne beschließt, auch die Champions League der Frauen im Turnierformat zu beenden und die Spiele in Bilbao sowie San Sebastian auszutragen. Die Bundesligisten VfL Wolfsburg und Bayern München sind im Viertelfinale noch vertreten.