Christian Constantin war neun Spieler zu Beginn der Coronakrise raus
Christian Constantin war neun Spieler zu Beginn der Coronakrise raus © Imago
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Der FC Sion muss im Abstiegskampf auf fünf Spieler verzichten - weil Präsident Christian Constantin diese zu Beginn der Coronakrise fristlos entlassen hatte.

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Christian Constantin hat sich mit seinem radikalen Vorgehen zu Beginn der Coronakrise womöglich ordentlich verzockt. 

Der berühmt-berüchtigte Präsident des Schweizer Erstligisten FC Sion hatte im März gleich neun Spieler fristlos entlassen, da sie nicht innerhalb weniger Stunden ihr Einverständnis für Kurzarbeit erteilt hatten. Dabei hätte sie ein Lohnmaximum von rund 11.700 Euro erwartet.

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Damals ging der 63-Jährige, der mit der Aktion weit über die Landesgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgte, offenbar davon aus, dass die Saison abgebrochen werde. Am heutigen Freitag aber startet die Super League aber in die Restspielzeit (Super League: Young Boys Bern - FC Zürich ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) - und dem akut abstiegsbedrohte FC Sion fehlt das Personal. 

Constantin hatte versucht, die Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit rechtlichen Schritten zu unterbinden, doch seine Klage wurde abgewiesen. Dies berichtet die Sportschau

Ex-Spieler kicken nun für die Konkurrenz

Immerhin vier Spieler, die zwischenzeitlich entlassen worden waren, stehen wieder bei dem Klub unter Vertrag. Sie hatten die Kurzarbeit im Nachgang doch noch akzeptiert. 

Zwei der verbliebenen Profis sind mittlerweile aber für einen der härtesten Konkurrenten im Abstiegskampf tätig. Einer von ihnen ist der ehemalige HSV-Profi Johan Djourou, sein neuer Klub ist der Vorletzte Neuchatel Xamax. Dieser liegt vier Punkte hinter dem Drittletzten Sion. 

Constantin, der einst den Ex-Trainer und TV-Experten Rolf Fringer im Stadion zu Boden schlug, kann nun keine weiteren Spieler mehr für die laufende Saison verpflichten.

In Geoffroy Serey Dié hatte er zwar einen neuen Profi ans Land gezogen, eine Spielberechtigung konnte er aber nicht erwirken. "Die Fifa hat ihre Bedingungen für die Qualifikation neuer Spieler geändert. Jetzt ist es halt so, wie es ist. Da kann ich auch nichts machen", sagte er bei sport.ch