KNVB-Sportdirektor Eric Gudde könnte das Hygienekonzept der Bundesliga für die Eredivise übernehmen
KNVB-Sportdirektor Eric Gudde bittet in einem Brief um staatliche Finanzhilfen © Getty Images
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Nach dem vorzeitigen Saisonabbruch bittet der niederländische Fußballverband um staatliche Finanzhilfen. Zudem fordert der KNVB Solidarität der Spitzenklubs.

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Nach dem vorzeitigen Saisonabbruch in der Eredivisie und der zweiten Liga hofft der niederländische Fußballverband (KNVB) auf staatliche Finanzhilfen.

"Wir schlagen Alarm wegen der Konsequenzen für unsere Branche", schreibt KNVB-Sportdirektor Eric Gudde in einem Brief, der dem Fernsehsender NOS vorliegt: "Wir bitten Sie, mit uns gemeinsam nach kreativen, realen und verfügbaren Lösungen für den Profifußball zu suchen."

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Den Schaden für das vorzeitige Saisonende aufgrund der Coronakrise beziffert Gudde auf mindestens 300 Millionen Euro, dieser Betrag könne bis auf 400 Millionen steigen. "Um all dies zu bewältigen, ist Hilfe und Zusammenarbeit mit der Regierung erforderlich, um das Überleben des Sektors zu sichern", so Gudde.

Spitzenklubs haben "schwere moralische Verpflichtung"

Die drohenden finanziellen Probleme sollen allerdings nicht einzig durch den Staat aufgefangen werden. Laut Gudde haben die Spitzenklubs "die schwere moralische Verpflichtung", 25 Prozent ihrer Startgelder aus den europäischen Wettbewerben mit finanzschwachen Ligakonkurrenten zu teilen.

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Die niederländische Meisterschaft war am Freitag abgebrochen worden. Ein Meister wurde nicht gekürt, ebenfalls wird es keine Absteiger aus der Eredivisie und keine Aufsteiger aus der 2. Liga geben.

Da einige Klubs mit diesen Entscheidungen unzufrieden sind, droht dem KNVB eine Klagewelle.