Marco Materazzi (r.) musste Mario Balotelli einst eine Lektion erteilen
Marco Materazzi (r.) musste Mario Balotelli einst eine Lektion erteilen © Getty Images
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Marco Materazzi ist vor allem für die Auseinandersetzung mit Zinédine Zidane bekannt. Doch auch mit einem anderen Star legte er sich einst an.

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Marco Materazzi vs. Mario Balotelli. 

Wer einen Fight zwischen diesen beiden berühmt-berüchtigten Fußball-Stars wohl gewinnen würde? 

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Die Antwort ist: Materazzi! Das behauptet er selbst jedenfalls. 

In einem Interview auf Instagram mit dem Koch und Inter-Mailand-Fan Davide Oldanie erzählte der ehemalige italienische Nationalspieler von einer Auseinandersetzung mit Balotelli. 

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"Ich habe ihn ordentlich verprügelt, das ist wahr. Ich liebe Mario, aber an dem Tag hat er es wirklich verdient", sagte der 46 Jahre alte Ex-Weltmeister. 

Im Bus ging alles los

Um welchen Tag es ging? Es war der 19. April 2010 und Materazzi und Balotelli waren gerade beide für Inter Mailand im Einsatz gewesen. Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League hatten die Nerazzurri den FC Barcelona mit 3:1 weggefegt, als der eingewechselte Balotelli sein Trikot demonstrativ auf den Boden warf. 

Die Aktion kam bei Abwehr-Hüne Materrazzi so gar nicht gut an - und in der Kabine angekommen nahm er sich den Stürmer sofort zur Brust. 

"Dass er das Trikot nach dem Abpfiff auf den Boden geworfen hat, war noch nicht mal das Schlimmste. Vor dem Spiel, im Bus, hat er uns gesagt: 'Heute werde ich schlecht spielen.' Und ich habe ihm versprochen, dass er dafür bezahlt, wenn es so kommt", erklärte Materrazzi. 

Balotelli, über den es viele kuriose Geschichten gibt, habe während des Spiels lieber von der Mittellinie aus geschossen, als sich zu einem Konter aufzumachen: "Diego Milito wollte ihn umbringen."

Materazzi und Balotelli: "Fast schon Brüder"

Balotelli wurde nach dem Barca-Spiel suspendiert, aber schon vor dem Rückspiel begnadigt. Inter setzte sich durch und gewann später das Finale gegen den FC Bayern. 

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Selbst eine Woche nach dem Kabinen-Showdown war Materazzi immer noch sauer auf Balotelli. Daher habe er Trainer José Mourinho darum gebeten, ihn im Training gegen den Stürmer spielen zu lassen. "Nach ein paar Sekunden hätte ich ihn zurück in die Kabine geschickt."

Mittlerweile ist das alles aber längst vergeben und vergessen: "Wir sind wieder Freunde geworden jetzt, fast schon Brüder, aber er hat an jenem Tag etwas getan, dass er nicht hätte tun sollen."

"Wurde von meinen Landsmännern zerrissen"

Dass Materazzi selbst kein Kind von Traurigkeit ist, beweist die Szene, die wohl für immer mit ihm in Verbindung gebracht werden dürfte. 

Der Kopfstoß, den er sich im WM-Finale von 2006 von Zinédine Zidane einfing. Zidane, der mit Rot vom Platz musste, erklärte später, dass Materazzi seine Schwester beleidigt habe. 

Wofür sich der Italiener viel Kritik anhören musste.

"Zidane wurde von den Franzosen beschützt, aber ich wurde von meinen Landsmännern zerrissen", sagte Materazzi. 

Er sehe in seinen Kritikern allerdings keine echten Italiener. "Ihre Vorwürfe haben am meisten weh getan nach der WM. Diese Leute hätten den Boden, auf dem ich ging, küssen sollen - schließlich habe ich im Finale den Ausgleich geschossen."