Michel D'Hooghe (l.) ist Chefmediziner der FIFA
Michel D'Hooghe (l.) ist Chefmediziner der FIFA © Getty Images
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In einigen europäischen Fußball-Ligen wird über einen baldigen Restart nachgedacht. Michel d'Hooghe sieht das skeptisch und rät momentan vom Wettbewerbsfußball ab.

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Michel d'Hooghe, beim Weltverband FIFA Vorsitzender der medizinischen Kommission, ist der Ansicht, dass der Fußball aufgrund der Coronavirus-Pandemie frühestens im September wieder aufgenommen werden sollte.

D'Hooghe beschrieb die Pandemie im Gespräch mit Sky Sports als die "dramatischste Situation, in der wir seit dem Zweiten Weltkrieg gelebt haben".

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Auf die Frage, ob er empfehlen würde, dass der Fußball nicht vor September zurückkehrt, sagte er: "Das ist meine persönliche Meinung. Die Welt ist nicht bereit für den Wettbewerbsfußball. Ich hoffe, dass sich dies sehr schnell ändern kann, und ich hoffe es aufrichtig, aber heute ist es nicht der Fall."

"Fußball bleibt immer ein Kontaktsport und eines der ersten Dinge, die jeder sagt, ist, dass man Kontakt für den Moment vermeiden sollte", fügte D'Hooghe hinzu. "Fußball kann also nur möglich sein, wenn Kontakte wieder möglich sind."

D'Hooghe: Sehr vorsichtig sein

In einem Gespräch mit der BBC riet er stattdessen dazu, "für den Start eines guten Wettbewerbs in der nächsten Saison vorbereitet zu sein."

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Ohne vorhandenen Impfstoff gebe es "ein Risiko, und es ist kein Risiko mit geringen Konsequenzen", sagte d'Hooghe weiter: "Es kann Konsequenzen von Leben und Tod haben." Deswegen bitte er alle, "sehr vorsichtig" zu sein vor der Entscheidung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Spucken als "echte Gefahr"

Wichtig sei es aus hygienischen Gründen zukünftig auch, endlich das Spucken auf dem Spielfeld zu unterbinden - denn das sei "eine echte Gefahr", und in anderen Sportarten weit weniger verbreitet.