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Jadon Sancho zeigt sich nach den jüngsten rassistischen Anfeindungen besorgt und befürchtet drastische Folgen. Der italienische Verband reagiert derweil.

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Der englische Nationalstürmer Jadon Sancho von Borussia Dortmund sieht Rassismus als große Gefahr für den Fußball. "Es muss aufhören. Niemand will Fußball spielen und dabei derart beleidigt werden", sagte der 19-Jährige in Bezug auf die jüngsten Schmähungen gegen Inter Mailands dunkelhäutigen Star Romelu Lukaku.

"Die Liebe zum Sport wird sehr schnell verloren gehen, wenn das nicht aufhört", warnte Sancho, der das Problem keineswegs allein als Internet-Phänomen sieht. "Es geht nicht nur um die Sozial-Netzwerke. Wir sind auch nur Menschen. Viele Menschen denken, wir seien dagegen immun, weil wir berühmt sind, aber wir lieben diesen Sport und wollen einfach nur kicken."

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Wenn er rassistische Vorfälle sehe, denke er sich: "Warum spiele ich eigentlich Fußball?"

Lukaku fordert Konsequenzen

Der Belgier Lukaku war am Sonntag im Serie-A-Spiel bei Cagliari Calcio mit Affenlauten beschimpft worden, bevor er einen Elfmeter verwandelte.

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Der belgische Stürmer-Star hatte anschließend bei Instagram "starke Reaktionen" gefordert. "Meine Damen und Herren, wir haben 2019 und anstatt vorwärts bewegen wir uns rückwärts", beklagte der ehemalige ManUnited-Stürmer.

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Auf dem Platz hatte Lukaku nicht auf die Anfeindungen reagiert. "Ich finde, Romelu Lukaku hat das gut gemacht, indem er nicht darauf reagiert und einfach weitergespielt hat", lobte Sancho.

Zuvor waren mehrere prominente Spieler via Twitter rassistisch beleidigt worden, darunter Frankreichs Weltmeister Paul Pogba (Manchester United).

Verband und Liga starten Anti-Rassismus-Kampagne

Der  italienische Fußball-Verband (FIGC) und die Liga übten derweil den Schulterschluss. Die Liga kündigte für Oktober eine großangelegte Anti-Rassismus-Kampagne an, an der sich alle 20 Klubs aus der Serie A beteiligen werden. "Jeder muss sich einsetzen, um in den italienischen Stadien Rassismus zu bekämpfen", sagte Liga-Chef Gaetano Miccicche. 

FIGC-Präsident Gabriele Gravina bezeichnete den Vorfall in Cagliari als "gravierend". Die Sportjustiz werde sich einschalten, um die Übeltäter zu identifizieren. Zudem habe der Verband eine Anti-Rassismus-Kampagne in den Schulen begonnen. 

Auch Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini verurteilte den rassistischen Angriff auf Lukaku. "Die Hoffnung ist, dass solche Vorfälle nie wieder vorkommen. Die Mehrheit der Fans tut ihr Bestes, um solche Situationen zu vermeiden. Leider gibt es aber auch dumme Personen. Ich hoffe, dass es immer weniger werden."