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Die brasilianische Justiz legt die Vergewaltigungsanzeige gegen Neymar zu den Akten. Die Beweislage reicht nicht aus, ein Freispruch sei dies jedoch nicht.

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Brasiliens Justiz hat die Vergewaltigungsanzeige gegen Superstar Neymar vorerst zu den Akten gelegt.

"Wir haben uns zur Archivierung des Prozesses entschlossen, weil es keine ausreichenden Beweise gibt", erklärte Staatsanwältin Flavia Merlini am Donnerstag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz. Wenige Stunden später folgte die Richterin Ana Paula Gomes, in Sao Paulo für Fälle von häuslicher und familiärer Gewalt zuständig, dem Antrag.

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Faktisch kein Freispruch  

"Ich werde ehrlich sein, und ich werde nicht sagen, dass ich glücklich bin, aber erleichtert", schrieb Neymar bei Instagram: "Es wurde so viel Schaden an mir und meiner Familie verursacht. Die Narbe wird mich weiterhin daran erinnern, wie viel ein Mensch Gutes tun kann, aber auch Schlechtes. Ja, meine Welt brach zusammen und ich ging zu Boden ... aber wie es in einer Legende im Jiu-Jitsu heißt: 'Für viele ist der Boden das Ende von allem, für uns ist es nur der Anfang'."

Das Verdikt ist jedoch kein Freispruch. "Es besteht weiter die Möglichkeit, die Untersuchung neu zu eröffnen", verkündete Merlini für den Fall neuer Beweise, bestätigte aber: "Aufgrund des vom Opfer präsentierten medizinischen Gutachtens lag unseres Erachtens nach keine Verletzung vor, die eine Vergewaltigung belegt."

Belastende Aufnahmen offenbar verschwunden

Zudem habe das vermeintliche Opfer, Najila Trindade, versprochene Beweise nicht vorgelegt. So soll die 26-Jährige die Aushändigung des angeblich per Handy aufgezeichneten Mitschnitts des erzwungenen Geschlechtsverkehrs zunächst verweigert haben.

Danach seien laut Trindade die Aufnahmen bei einem Einbruch gar komplett verschwunden. Trindade hatte Ende Mai, also zwei Wochen nach einer Liebesnacht mit dem Stürmer von Paris St. Germain, in einem Luxushotel der französischen Hauptstadt Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet.

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"Was hinter vier Wänden passiert, können wir unmöglich wissen. Da steht ihr Wort gegen das seinige. Und die Beweise waren für eine Anklage nicht ausreichend", erklärte die Staatsanwältin abschließend.