Malcom gab am Sonntag sein Debüt für Zenit St. Petersburg © imago
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Beim Debüt des Brasilianers Malcom für Zenit St. Petersburg sorgen einige Anhänger des Klubs für einen Rassismus-Eklat. Der Klub wehrt sich mit einem Video.

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Rassismus-Eklat beim Debüt von Zenit-Neuzugang Malcom.

Als der Brasilianer von Zenit St. Petersburg gegen Krasnodar eingewechselt wurde, war auf den Rängen ein Plakat mit den Worten "Danke Klub-Führung für die Loyalität zu Traditionen" zu sehen. Außerdem soll eine Ultra-Gruppierung höhnisch applaudiert haben.

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Das berichtet das russische Portal sports.ru.

Ultra-Gruppierung mit rassistischem Manifest

Dahinter steckt demnach die Gruppierung "Landskrona", die auf ihrer Website ein rassistisches Manifest zu dem Plakat abgab.

"Wir sind nicht rassistisch. Für uns ist der Verzicht auf dunkelhäutige Spieler eine wichtige Tradition, die die Identität des Klubs betont. Wir, als nördlichster Klub der wichtigsten europäischen Städte, waren nie mit Afrika, Südamerika, Australien oder Ozeanien verbunden", schrieb die Fan-Gruppierung.

Und weiter: "Wir haben absolut nichts gegen die Einwohner dieser Kontinente, aber gleichzeitig wollen wir Spieler, die den Spirit von Zenit verkörpern. Jetzt wird der Kauf von dunkelhäutigen Spielern forciert. Das sorgt nur für Gegenreaktionen. Lasst uns sein, wer wir sind."

Klub wehrt sich mit Video

Der Klub postete auf Twitter ein Video von Malcoms Einwechslung, wo viel Jubel zu hören ist, um sich gegen die Medienberichte über Rassismus zu wehren. 

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Malcolm war für 40 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Russland gekommen. Zuvor hatte der russische Klub bereits die dunkelhäutigen Spieler Douglas Santos und Wilmar Barrios verpflichtet, die gegen Krasnodar in der Startformation standen.

Bereits 2012 hatten die Zenit-Fans eine Kampagne gestartet, die dem Klub verbieten sollte, dunkelhäutige oder homosexuelle Spieler zu kaufen.