Auf dem Trainingsgelände des Klubs Flamengo gab es mehrere Tote
Mehrere Menschen sterben bei einem Brand auf dem Trainingsgelände von Flamengo © Getty Images
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Tragisches Unglück auf dem Trainingsgelände von Flamengo Rio de Janeiro: Auf einem nicht zum Bewohnen ausgelegten Gelände bricht ein Feuer aus und fordert Tote.

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Nach dem Feuerunglück von Rio de Janeiro am Freitag mit zehn toten Nachwuchsfußballern bringen vermeintliche Fahrlässigkeiten beim Bau des Container-Dorfes Brasiliens Topklub CR Flamengo in die Bredouille.

Der jüngste und von April 2018 stammende Bauplan weist das als Wohnquartier für die Juniorenmannschaften genutzte Gelände nur als Parkplatz aus. Eine Freigabe der Feuerwehr mit den erforderlichen Brandsicherungen fehlte völlig.

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Laut der Stadtregierung wird nun "ein Prozess, der die Verantwortbarkeiten ermittelt", in Gang gesetzt. Wegen fehlender Lizenzen war der Klub bereits zuvor rund 30 Mal angezeigt worden, das Trainingsgelände daraufhin gar im Oktober 2017 kurzfristig gesperrt worden, danach konnte Flamengo aber auf dem in Vargem Grande am äußersten Westrand Rios gelegenen Terrain wieder ungeschoren frei walten und schalten.

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Flamengo hat trotz Millionen-Investitionen in das auch vom Profiteam genutzte Trainingscamp zur Unterbringung des teils von auswärts kommenden Nachwuchses als Billigvariante insgesamt neun Container angemietet, die vom Klub selber mit Klimaanlagen ausgestattet wurden. Eine davon war am frühen Freitagmorgen in Brand geraten.

Flammen überraschen Spieler im Schlaf

Die Flammen überraschten die nach der wegen des Unwetters über Rio am Mittwoch erfolgten Trainingsabsage für den Rest der Woche verbliebenen Jugendkicker im Schlaf. Die meisten der zwischen 14 und 16 Jahre alten Opfer erwachten wegen der starken Rauchentwicklung nicht einmal, was eine Identifizierung der daraufhin fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen erschwerte.

Neben den zehn Toten beklagte der Klub auch drei Verletzte, einer davon schwebt wegen schwerer Verbrennungen noch in Lebensgefahr. Laut Flamengo konnten sich immerhin 13 Jugendliche retten, bevor das Flammeninferno in nur wenigen Minuten nach einem mutmaßlichen Kurzschluss im Ventilator eines Wohncontainers richtig ausbrach.