Der FC Basel und Chennai City FC schließen eine Kooperation
Der FC Basel und Chennai City FC schließen eine Kooperation © SPORT1
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Neu-Delhi - Der FC Basel unterschreibt einen Kooperationsvertrag mit Chennai City FC. Der Schweizer Serienmeister will das Scouting auf dem indischen Markt ausweiten.

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Der FC Basel hat am Donnerstag in Indien Geschichte geschrieben.

Am Vormittag unterzeichnete eine Delegation des schweizerischen Serienmeisters in Delhi einen Kooperationsvertrag mit dem indischen Top-Klub Chennai City FC. Die FC Basel Holding AG übernimmt fortan 26 Prozent Anteile des Tabellenführers der indischen ersten Liga (I-League).

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Es ist das erste strategische und finanzielle Investment eines europäischen Klubs in Indien überhaupt. Internationale Top-Klubs wie Atletico Madrid, Inter Mailand oder Liverpool sind bislang lediglich repräsentativ in Indien vertreten.

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"Ich freue mich, dass wir die Ersten sind, die sich hier einem langfristigem Engagement verschrieben haben. Wir haben viel Arbeit vor uns, aber freuen uns darauf, wie bei uns, lokale Spieler auszubilden. Das ist eine der Stärken unseres Vereins. Das haben wir in der Vergangenheit mit mehreren Topspielern bewiesen - wie Xherdan Shaqiri oder Ivan Rakitic. Das wollen wir in Indien fortführen", sagte Bernhard Burgener im Gespräch mit SPORT1. Der FCB-Präsident ist einer von vier angereisten Vertretern des FC Basel.

Bernhard Burgener ist Präsident des FC Basel
Bernhard Burgener ist Präsident des FC Basel © SPORT1

Scouting und Jugend-Akademie in Indien

Warum investieren die Schweizer in Indien? Der aktuelle Tabellenzweite will unter anderem sein Scouting im 1,3-Milliarden-Einwohner-Land ausweiten und helfen, regionale Talente ausbilden. Zudem verstärkt der Traditionsverein mit seinem Investment frühzeitig seine Präsenz vor Ort.

Das Investment der Basler beinhaltet auch die Verpflichtung zur Errichtung einer Jugend-Akademie in Coimbatore, der Heimspielstätte von Chennai City FC. Der Schweizer Topklub wird seine Expertise auch in indischen Schulen vermitteln.

Die beiden Besitzer von Chennai City, Rohit Ramesh und Krishna Kumar Raghavan, wollen ihren Verein zur Nummer Eins im indischen Fußball entwickeln und erhoffen sich den Zugang zu einheimischen Talenten, die in ihrem Verein eine Möglichkeit sehen, sich für etablierte Fußball-Märkte wie etwa Europa oder Südamerika entwickeln zu können.

"Historischer Moment"

"Das ist ein historischer Moment für den indischen Fußball. Absolut positiv", freut sich auch Sunando Dhar, Geschäftsführer der I-League.

Sunando Dhar ist Geschäftsführer der indischen I-League
Sunando Dhar ist Geschäftsführer der indischen I-League © SPORT1

Indien selbst, so erklärte es Premierminister Narendra Modi unlängst, hat sich die WM-Teilnahme 2026 zum Ziel gesetzt. Die Aus- und Weiterbildung durch den FC Basel soll dabei helfen.

Der indische Fußballmarkt hat indes längst auch das Interesse der Deutschen Fußball Liga geweckt. Im vergangenen November teilte die DFL mit, die Bundesliga in Indien langfristig zu bewerben - in Form von Entwicklungsprojekten, Nachwuchsförderung und der Unterstützung sozialer Projekte.