Xabi Alonso muss sich derzeit wegen möglicher Steuerhinterziehung verantworten
Xabi Alonso muss sich derzeit wegen möglicher Steuerhinterziehung verantworten © Getty Images
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Xabi Alonso will die Vorwürfe der spanischen Steuerbehörde nicht auf sich sitzen lassen und lehnt einen Deal ab. Der Weltmeister von 2010 muss vor Gericht.

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Xabi Alonso wird am 22. Januar vor Gericht erscheinen. Das berichtet die spanische Zeitung El Confidencial

Hintergrund ist der anhaltende Streit um seine Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten als Profi. Seit über drei Jahren laufen bereits Ermittlungen gegen den Ex-Profi von Bayern München.

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Alonso droht dabei wegen möglicher Steuerhinterziehung eine langjährige Gefängnisstrafe.

Alonso will sich verteidigen

Doch anders als andere Spitzenfußballer in Spanien will der Ex-Bayern-Profi sich nicht auf einen Deal mit der Steuerbehörde einlassen, sondern sich verteidigen. "Wenn ich Zweifel an meiner Unschuld hätte, würde ich es nicht tun", erklärte Alonso laut El Confidencial.

Schon nachdem die spanische Staatswaltschaft im vergangenen März eine Haftzeit von fünf Jahren und eine Geldstrafe von vier Millionen Euro gefordert hatte, hatte sich der spanische Weltmeister von 2010 unbeeindruckt gezeigt. 

Ärger um Briefkastenfirma

"Ich habe ein ruhiges Gewissen, weil ich weiß, dass ich alle Steuerangelegenheiten stets korrekt abgewickelt und mit den Behörden kooperiert habe. Ich bin überzeugt, dass alles gut ausgehen wird", hatte Alonso der Nachrichtenagentur EFE gesagt.

Alonso wird vorgeworfen, über eine Briefkastenfirma auf Madeira seine Einkünfte am spanischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben.

Es geht offenbar um Einnahmen von rund fünf Millionen Euro aus Bildrechten zwischen 2010 und 2012. Auch gegen die Superstars Cristiano Ronaldo (damals Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona) wurde in der Vergangenheit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Spanien ermittelt. Seit Messi ist Alonso der erste Fußballer in Spanien, der einen Prozess führen wird und sich nicht zuvor mit den staatlichen Behörden auf einen Deal einigt.